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Bayern

Protestkundgebung für Stadttheater-Sanierung in Landshut | BR24

© BR/Alexander Krauß

Das sanierungsbedürftige Stadttheater Landshut an der Isar

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    Protestkundgebung für Stadttheater-Sanierung in Landshut

    Das Landestheater Niederbayern und die Theaterfreunde Landshut veranstalten eine Kundgebung zur Rettung des Stadttheaters Landshut. Unterstützt werden sie von Prominenten. Anlass ist eine Petition, die von über 20.000 Menschen unterzeichnet wurde.

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    Mit einer Kundgebung in der Altstadt machen sich das Landestheater Niederbayern und die Theaterfreunde Landshut am Mittag für die Rettung des Stadttheaters Landshut stark. Anlass ist der Abschluss der Petition "NEIN ZUM AUS für das Landestheater! JA zur Sanierung", die in den vergangenen Wochen mehr als 20.000 Menschen unterstützt haben.

    Massiver Widerstand gegen Sanierungs-Stopp

    Das Theaterensemble hatte die Online-Petition gestartet, nachdem die Stadt Ende Oktober überlegt hatte, die geplante Sanierung des Stadttheaters aus Kostengründen zu stoppen. Nach massivem Protest beschloss Mitte November der Haushaltsausschuss, die Planungen für die Sanierung zumindest 2020 wie vorgesehen fortzusetzen. Dafür sind einem Sprecher zufolge 1,85 Millionen Euro im Etat eingesetzt worden.

    Die Baumaßnahme ist nach Ansicht der Theatermacher dadurch aber noch in keiner Weise sichergestellt. Wegen baulicher Mängel im Stadttheater muss das Ensemble seit Jahren bereits in einem Theaterzelt am Stadtrand spielen. Das sei wegen der schwierigen Bedingungen dort nicht mehr lange durchzuhalten, warnt Intendant Stefan Tilch. Unter anderem leiden Schauspieler und Zuschauer im Sommer unter großer Hitze im Zelt, außerdem gebe es eine hohe Lärmbelastung aus der Umgebung und wenn Regen auf das Zeltdach prassele, müssten sich die Schauspieler anschreien, um die Geräusche zu übertönen.

    Mehrere Redner auf der Kundgebung

    Bei der Kundgebung neben der Martinskirche in der Landshuter Altstadt wollen Mitarbeiter des Landestheaters, die Theaterfreunde, aber auch viele weitere Unterstützer noch einmal deutlich machen, wie wichtig die zügige Weiterplanung und Sanierung des Theaters im Bernlochner-Komplex in Landshut ist. Als Redner werden Intendant Stefan Tilch und sein Amtsvorgänger Johannes Reitmeier sowie Ursula Weger vom Vorstand der Theaterfreunde Landshut auftreten. Sie bekommen prominente Unterstützung von Dieter Fischer, einem früheren Mitglied im Schauspiel-Ensemble, der inzwischen weit über die Grenzen Bayerns als "Kaiser von Schexing" aus der gleichnamigen BR Fernsehserie bekannt ist.

    Gemeinsames Singen in der Altstadt

    Es gibt es auch zahlreiche künstlerische Darbietungen - unter anderem von der Niederbayerischen Philharmonie. Gesangs-Solisten der Opern-Abteilung unterstützt, von Mezzosopranistin Franziska Rabl, singen thematisch zum Inhalt der Petition passende Arien und Ensembles wie "Der Hölle Rache" oder "Nessun dorma" und laden alle Besucher der Kundgebung zu einem gemeinsamen "Va pensiero" (Gefangenenchor aus "Nabucco") ein.

    Kreative Aufführungen über mehrere Stunden

    Echte Welturaufführungen bringen die Schauspieler des Landshuter Ensembles und des Theaterjugendclubs zur Aufführung, darunter den "Gebäude-Stimmtisch", im dem der Bernlochner, St. Martin und das Zelt die aktuelle Situation diskutieren. Auch die "Moritat vom Finanzloch" und das "Märchen von der Theaterstadt" werden erstmals vor Publikum vorgetragen. Schüler des Gymnasiums Seligenthal melden sich zu Wort und spielen als BrassMachine die Gemüter warm. Die Kundgebung beginnt um 12 Uhr und findet bei jedem Wetter statt, sie soll mehrere Stunden dauern.