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Proteste gegen Pegida-Demo nach Gewaltat in Augsburg | BR24

© BR/René Kirsch

Kaum jemand ist dem Aufruf der Münchner Pegida-Bewegung gefolgt

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    Proteste gegen Pegida-Demo nach Gewaltat in Augsburg

    Als Reaktion auf die Auseinandersetzung am Augsburger Königsplatz, bei der ein Mann gestorben ist, hat unter anderem die Pegida Bewegung zu einer Demonstration aufgerufen. Gekommen sind nicht viele. Es gab deutlich mehr Gegendemonstranten.

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    Vor den Pegida-Fahnen am Augsburg Königsplatz war nicht viel los. Nur sehr wenige Demonstranten sind zu der Kundgebung erschienen, zu der die Münchner Pegida-Bewegung und die "Bürgerinitiative Ausländerstopp", BIA, aufgerufen hatten. Zur selben Zeit fand unter dem Motto "Augsburg bleibt bunt - für Menschlichkeit und Toleranz" eine Gegendemonstration statt. Daran haben sich schätzungsweise 150 Personen beteiligt. Anlass für die Demonstrationen war die tödliche Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen, einige mit Migrationshintergrund, und einem deutschen Passanten Anfang Dezember.

    Pegida und BIA: "Wir schweigen nicht"

    Im Facebook-Aufruf zur Demonstration von Pegida und BIA, den der Münchner BIA-Stadtrat Karl Richter geteilt hat, hieß es: "Wir schweigen nicht!" Richter schreibt, das "Altparteien-Regime" und Desinformation würden nicht mehr akzeptiert.

    Gegendemonstranten: "hasserfüllte Menschen instrumentalisieren Todesfall"

    Im Aufruf zur Gegendemonstration kritisierte Versammlungsleiterin Theresa Hofmann, dass hasserfüllte Menschen einen Todesfall instrumentalisieren würden, um gegen Geflüchtete und Mitmenschen mit Migrationshintergrund zu hetzen. Von dieser "schmierigen und pietätslosen Rhetorik" möchten sich die Demonstranten distanzieren. Menschenrechte seien nicht davon abhängig, wo eine Person geboren ist, heißt es weiter.