Eine dichtgedrängte Menschenmenge mit Fahnen und Plakaten aus der Vogelperspektive während des "Globalen Klimastreiks" in München.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Mehr als 20.000 Menschen demonstrierten in München beim "Globalen Klimastreik".

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Proteste fürs Klima: Mehr als 20.000 demonstrieren in Oberbayern

Weltweit hat "Fridays for Future" am Freitag zum "Globalen Klimastreik" aufgerufen. In mehreren oberbayerischen Städten fanden Aktionen statt. In München schlossen sich Klima-Streikende und Warnstreikende der Gewerkschaft Verdi zusammen.

In München haben mehrere Zehntausend Menschen am "Globalen Klimastreik" teilgenommen. Die Veranstalter der Protestbewegung "Fridays for Future" meldeten 32.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Münchner Polizei 25.000. Zwischenfälle gab es laut Polizei nicht. Die Kundgebung startete um 12 Uhr auf dem Odeonsplatz und bewegte sich anschließend als Demonstrationszug durch die Innenstadt und zurück auf den Odeonsplatz für die Abschlusskundgebung.

Auch etwa 500 Mitglieder der Gewerkschaft Verdi, die am Freitag und Donnerstag mit einem Warnstreik den öffentlichen Nahverkehr in München weitgehend lahmgelegt hatte, kamen zu der gemeinsamen Kundgebung. Die 16-jährige Schülerin Elisabeth Bockler, Pressesprecherin von "Fridays for Future", sagte am Rande der Kundgebung zum Bayerischen Rundfunk: "Für uns ist der Schulterschluss mit Verdi heute sehr wichtig. Gemeinsam können wir mehr Druck auf die Politik ausüben. Und für die Verkehrswende brauchen wir zuverlässiges Personal für die öffentlichen Verkehrsmittel."

Demonstrationen in Oberbayern und auf der ganzen Welt

Auch in anderen oberbayerischen Städten fanden Aktionen für den Klimaschutz statt. In Traunstein nahmen rund 130 Personen am Klimastreik teil, darunter Mitglieder des BUND Naturschutz, von Greenpeace, vom Forum Ökologie Traunstein, von Verdi und verschiedener Parteien. Organisator Luca Brakat von "Fridays for Future" betonte, dass im ländlichen Raum noch besonders viel Handlungsbedarf bestehe, was eine klimafreundliche Verkehrswende angeht. Busverbindungen müssten demnach besser getaktet und durchgängig sein, außerdem müsse der Tarifdschungel übersichtlicher für die Nutzerinnen und Nutzer werden.

In Rosenheim nahmen 210 Aktivistinnen und Aktivisten teil, in Landsberg am Lech waren es 120 Demoteilnehmerinnen und -teilnehmer.

Demonstrationen gab es in vielen deutschen Städten und auch international: "Fridays for Future" hatte zu einem globalen Protesttag aufgerufen.

Mit Informationen von dpa.

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