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Protestaktion in Regensburg: Bauarbeiter besetzen Kräne | BR24

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Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr im Regensburger Stadtsüden: Dort haben drei Bauarbeiter zwei Kräne besetzt. Offenbar wollen sie mit ihrer Aktion darauf aufmerksam machen, dass sie seit mehreren Wochen kein Geld bekommen haben.

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Protestaktion in Regensburg: Bauarbeiter besetzen Kräne

Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr im Regensburger Stadtsüden: Dort haben drei Bauarbeiter zwei Kräne besetzt. Offenbar wollen sie mit ihrer Aktion darauf aufmerksam machen, dass sie seit mehreren Wochen kein Geld bekommen haben.

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Drei streikende Bauarbeiter haben in Regensburg die Nacht auf Kränen verbracht. Am Donnerstag wollen sie und ihre rund 20 Kollegen erneut auf der Baustelle gegen die ausbleibende Bezahlung protestieren. "Sie wollen den Streik erst beenden, wenn sie Geld bekommen", sagte eine Polizeisprecherin.

Auf der Baustelle im Regensburger Stadtteil Königswiesen haben am Mittwochnachmittag Bauarbeiter die spontane Streikaktion begonnen. Dabei wurden auch zwei Kräne besetzt. Nach Angaben der Streikenden wollen sie mit der Protestaktion darauf aufmerksam machen, dass sie angeblich die letzten zwei Monate kein Gehalt mehr bekommen haben.

Protestaktion wegen ausstehender Löhne

Um auf sich aufmerksam zu machen und sich Gehör zu verschaffen, schlugen die Bauarbeiter am Mittwoch mit Eisenstangen auf die Verstrebungen der Kräne. Die Polizei versuchte mit den Bauarbeitern ins Gespräch zu kommen. Ein Dolmetscher war vor Ort. Dieser versuchte zwischen den Protestierenden und ihrem eigentlichen Arbeitgeber in Italien zu vermitteln. Die Gemüter seien sehr erhitzt gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Es habe aber keiner der Männer gedroht, vom Kran herunterzuspringen. Auch die Feuerwehr war mit einer Drehleiter an der Baustelle.

Am Donnerstag soll es eine Einigung geben

Schließlich wurde eine mögliche Einigung für den Donnerstag in Aussicht gestellt. Daraufhin hatten die Streikenden zunächst angekündigt, die Nacht auf einer Grünfläche verbringen zu wollen. Nach den Vermittlungsversuchen war ein Großteil der Arbeiter aber schließlich doch nach Hause gegangen. Drei Männer blieben aber oben auf den Baukränen. Da für sie aber keine akute Gefahr besteht, hat die Polizei am späten Nachmittag den Einsatz beendet.

Am Donnerstag soll es spontane Solidaritäts-Kundgebungen geben: Um 11.30 Uhr an der Baustelle und um 18 Uhr auf dem Neupfarrplatz.

Auf der Baustelle in Regensburg-Königswiesen soll ein großes Quartierszentrum mit mehreren hundert Wohnungen und Geschäftsräumen entstehen.

© Alexander Auer

Polizei und Feuerwehr versuchen, die Situation zu klären

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