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Protest wegen Umgang mit Corona: CSU-Politiker legt Ämter nieder | BR24

© Thomas Schmitt

Thomas Schmitt (CSU)

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    Protest wegen Umgang mit Corona: CSU-Politiker legt Ämter nieder

    Es soll ein Protest gegen Innenminister Horst Seehofer und Gesundheitsminister Jens Spahn und ihren Umgang mit dem Coronavirus sein: Der CSU-Politiker Thomas Schmitt aus Gemünden legt aus Protest seine Ämter nieder und kritisiert die Parteikollegen.

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    Eine Protestaktion aufgrund des Verhaltens von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Umgang mit dem Coronavirus: Thomas Schmitt (CSU) aus Gemünden (Lkr. Main-Spessart) beendet seine politischen Ehrenämter.

    Amtsniederlegung mit sofortiger Wirkung

    "Nach reiflicher Überlegung lege ich mit sofortiger Wirkung mein Stadtratsmandat nieder". Das teilte Thomas Schmitt (CSU) per Pressemitteilung mit. Er saß bislang für die CSU im Stadtrat von Gemünden. Auch die weiteren Ämter als unterfränkischer Bezirksvorsitzender des Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreises (GPA) und als Beisitzer im Landesvorstand des GPA beendet Schmitt aus Protest.

    Vorwurf: Unverhältnismäßigkeit im Umgang mit Corona

    Der Zahnarzt wirft Seehofer und Spahn "Versagen" vor und kritisiert deren unverhältnismäßiges Verhalten im Umgang mit dem Coronavirus. Schüler, die beispielsweise aus Südtirol zurückkommen, seien angehalten, von der Schule zuhause zu bleiben. Andererseits würden Bundesligaspiele regulär vor Publikum stattfinden und "Millionen von Fußballfans quer durch die Republik ihren erregten Atem austauschen", so Schmitt.

    Noch keine Stellungnahme von den Ministerien

    Daher wolle Thomas Schmitt laut eigener Aussage ein Zeichen setzen und unter dieser Regierung keine Ehrenämter mehr ausüben. "Ich schäme mich für meine Parteifreunde, denen Fußball wichtiger als die Gesundheit der gesamten deutschen Bevölkerung ist." Er hat seine Kritik bereits gegenüber Staatsministerin Melanie Huml geäußert. Die betroffenen Ministerien haben sich auf BR-Nachfrage noch nicht zu den Vorwürfen und der Kritik geäußert.

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