BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Protest gegen Südostlink: Aiwanger kommt nach Essenbach | BR24

© BR/Harald Mitterer

Die Marktgemeinde Essenbach im Landkreis Landshut hat zu einem Erörterungs- und Gesprächstermin wegen des umstrittenen Südostlinks eingeladen. Auch der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern hat sein Kommen zugesagt.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Protest gegen Südostlink: Aiwanger kommt nach Essenbach

Die Marktgemeinde Essenbach im Landkreis Landshut hat zu einem Erörterungs- und Gesprächstermin wegen des umstrittenen Südostlinks eingeladen. Auch der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern hat sein Kommen zugesagt.

Per Mail sharen
Von
  • Harald Mitterer
  • Michael Buchner

In Niederbayern wächst der Protest gegen die geplante Südostlink-Stromtrasse, die nach dem Atomausstieg regenerativen Windkraft aus dem Norden in den Süden transportieren soll.

Die Markgemeinde Essenbach hat für Sonntag hochrangige Bundes- und Landespolitiker zu einer Aussprache geladen: Unter anderem mit Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium Florian Pronold (SPD).

Protest gegen Konverteranlage

Der aktuelle Protest richtet sich vor allen gegen die geplante große Konverteranlage. Die soll am Endpunkt der umstrittenen Südostlink-Stromtrasse im Bereich der Gemeinden Essenbach und Niederaichbach nahe Landshut entstehen. Auf einer Fläche von rund 14 Hektar in der Nähe des Atomkraftwerk Isar 2. In der Konverteranlage soll der Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt werden. Eine unzumutbare Belastung für die Region und die Menschen, kritisieren Bürger und betroffene Kommunen.

Des Weiteren fordert der Gemeinderat, nochmals einen anderen Trassenverlauf zu prüfen, der nach seiner Sicht bessere Voraussetzungen biete. In einer Resolution, die der Markt vergangene Woche verabschiedet hat, heißt es, dass die Region seit Jahrzehnten ihren Betrag zur öffentlichen Energieversorgung leiste. Man sei bereit dies aus weiterhin zu tun, jedoch nur ohne weitere Belastungen für die Bürger.

Niederaichbach reicht Klage ein

Die Gemeinde Niederaichbach hat am vergangenen Freitag vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig sogar eine Klage gegen die die Südostlink Pläne eingereicht. Fachanwalt Wolfgang Baumann bezweifelt die Notwendigkeit des umstrittenen Großprojekts. Wörtlich sagte er dem Bayerischen Rundfunk: "Für eine sichere Stromversorgung in Deutschland ist der Bau dieser Südostlink-Leitung nicht erforderlich."

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!