BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Protest gegen langen Lockdown in Gastronomie und Hotellerie | BR24

© BR
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Harald Tittel

Mit der Protestaktion "Gedeckter Tisch" macht der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga am Montag in ganz Bayern auf die schwierige bis verzweifelte Lage von Wirten und Hoteliers aufmerksam. Deren Betriebe sind seit November im Lockdown.

3
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Protest gegen langen Lockdown in Gastronomie und Hotellerie

Mit der Protestaktion "Gedeckter Tisch" macht der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga am Montag in ganz Bayern auf die schwierige bis verzweifelte Lage von Wirten und Hoteliers aufmerksam. Deren Betriebe sind seit November im Lockdown.

3
Per Mail sharen
Von
  • Christine Haberlander
  • BR24 Redaktion

Seit vier Monaten sind die Beherbergungs- und Gaststättenbetriebe wegen des Corona-Lockdowns geschlossen, trotz umfangreicher Hygienemaßnahmen, in die die Unternehmen viel Geld investiert haben. Doch die Schließung wollen die bayerischen Unternehmen nicht mehr klaglos hinnehmen. Ihr Verband Dehoga Bayern fordert Perspektiven für die Branche. Mit einem "Gedeckten Tisch" soll heute bayernweit an markanten Plätzen von Städten und Gemeinden demonstriert werden.

"Gedeckte Tische und gemachte Betten" in ganz Bayern

An der landesweiten Kampagne "Gedeckter Tisch und gemachtes Bett" des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern, beteiligen sich Hoteliers und Gastronomen aus allen Teilen des Freistaats, zum Beispiel in Ingolstadt, Aschaffenburg, Miltenberg, Bad Aibling oder Traunstein. Die Betriebe wollen mit einer symbolischen Geste auf ihre existenzbedrohende Lage im Corona-Lockdown aufmerksam machen und auf Plätzen, vor Gaststätten und Hotels Tische decken oder gemachte Betten aufstellen.

Die Protestaktion findet von 10.00 bis 14.00 Uhr statt. Die Hygiene- und Abstandsregeln seien überall gewährleistet, wie es heißt. Die Aktion findet im Vorfeld der Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länder-Regierungschefs statt, die sich am Mittwoch, dem 3. März, erneut treffen wollen, um über die Corona-Pandemie und das weitere Vorgehen zu beraten.

Aiwanger informiert sich am Montag in Aying

Der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) will sich am Vormittag ab 11.00 Uhr bei der Präsidentin der Dehoga Bayern, Angela Inselkammer, im Brauereigasthof Hotel Aying über die Forderungen der Branche informieren. Diese wünscht sich eine Gleichbehandlung der Gastronomie und Hotellerie mit dem Einzelhandel oder Baumärkten. Diese Regelungen sollten auch für das Gastgewerbe gelten, so Inselkammer. In einer Dehoga-Pressemitteilung heißt es wörtlich: "Gastronomie und Hotellerie waren und sind keine Pandemie-Treiber!"

Dehoga: verlässliche Perspektiven und klare Kriterien

Seit vier Monaten verharrt die Branche im Corona-Lockdown und wartet ab. Mit Ausnahme von Geschäftsreisenden dürfen seither keine Gäste in Hotels und Ferienwohnungen untergebracht oder in Lokalen und Wirtshäusern bedient werden. Die Dehoga ist der Ansicht, dass das Ansteckungsrisiko gerade bei Zusammenkünften im Freien und in Hotels niedrig sei.

Die Wirte und Hoteliers verlangen nicht Öffnungen auf Kosten der Gesundheit oder um jeden Preis: Es gehe vielmehr um verlässliche Perspektiven, klare Kriterien und Bedingungen, auf die sich die Unternehmer vorbereiten könnten.

© BR
Bildrechte: BR

Mit der Protestaktion "Gedeckter Tisch" macht der Hotel- und Gaststättenverband in ganz Bayern auf seine schwierige Lage aufmerksam.

"Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!