Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Protest gegen APS-Kongress: Schmierereien am Veranstaltungsort | BR24

© BR/Nina Härtle

Würzburger Congress Centrum

2
Per Mail sharen
Teilen

    Protest gegen APS-Kongress: Schmierereien am Veranstaltungsort

    Mutmaßlich linke Aktivisten haben die Fassade des Würzburger Congress Centrums mit einem Schriftzug beschmiert - inhaltlich richtet sich dieser gegen den dort stattfindenden Kongress "Psychotherapie und Seelsorge in einer digitalisierten Welt".

    2
    Per Mail sharen
    Teilen

    Kritiker aus dem linken Spektrum werfen der veranstaltenden "Akademie für Psychotherapie und Seelsorge" (APS) vor, Homophobie und "Homo-Heilern" ein Podium zu bieten. Auch vor der zehnten Auflage des Kongresses, der noch bis Samstag läuft, gab es Kritik am Kongress und der APS. Der angebrachte Schriftzug lautete "Homophobie ist heilbar". Nach Angaben des Congress Centrum ist der Schriftzug bereits entfernt worden.

    Schriftzug gegen APS-Kongress: Kripo Würzburg ermittelt

    Seit dem ersten Kongress im Jahr 2009 - damals noch in Marburg - stehen die APS und ihr Kongress in der Kritik. Damals hatten sich unter den Referenten tatsächlich Vertreter sogenannter Konversionstherapien befunden, die Homosexualität als "psychische Krankheit" betrachten und eine vermeintliche Heilung versprechen. Im aktuellen Programm des Kongresses finden sich - wie auch in den vergangenen Jahren - solche Vorträge nicht. APS-Vorsitzender Martin Grabe wies die Kritik an dem Kongress in den vergangenen Tagen bereits mehrmals deutlich zurück und sprach von Missverständnissen und Unterstellungen. Der Kongress sei überkonfessionell und keinesfalls fundamentalistisch.

    Demonstration gegen den Kongress

    Wegen des angebrachten Schriftzugs ermittelt nun die Würzburger Kriminalpolizei. Angebracht wurde der Schriftzug vermutlich zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen. Am Freitagnachmittag haben mehrere Organisationen, unter anderem die Grüne Jugend und die Linksjugend, gegen den ihrer Ansicht nach "homo- und transfeindlichen Kongress" demonstriert. Das Motto: "You can't pray the gay away!".