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Am Landgericht Augsburg wird der Prozess um den Mord an einer Prostituierten fortgesetzt
© BR / Sylvia Bentele

Autoren

Kilian Geiser
Barbara Leinfelder
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Am Landgericht Augsburg wird der Prozess um den Mord an einer Prostituierten fortgesetzt

In Augsburg wird der Prozess um den Mord an einer Prostituierten fortgesetzt. Angeklagt ist ein 50-Jähriger, der im Verdacht steht, die Frau im Jahr 1993 getötet zu haben. Vor dem Augsburger Landgericht wird dazu ein wichtiger Zeuge erwartet. Er ist ein Bekannter des Angeklagten und hat bei der Polizei dem Vernehmen nach ein Detail erwähnt, das die Ermittler aufhorchen ließ: Im Auto des Angeklagten soll er einen Möbelfuß aus Holz gesehen haben.

Möbelfuß könnte Tatwaffe bei Mord an Prostituierter gewesen sein

Die Ermittler gehen davon aus, dass die damals 36 Jahre alte Prostituierte mit diesem Möbelfuß niedergeschlagen und malträtiert worden ist. Anschließend wurde die Frau erwürgt. Das Holzstück war nahe der Leiche an einem Bahndamm gefunden worden und wurde seither als Beweisstück in der Asservatenkammer aufbewahrt.

Mord-Anklage nach Treffer in DNA-Datenbank

Der Angeklagte war festgenommen worden, als die Polizei wegen eines anderen Delikts gegen ihn ermittelte. Dabei führte ein Treffer in der DNA-Datenbank zu dem rund 25 Jahren zurückliegenden Mord. Der 50-jährige Mann schweigt bisher zu den Vorwürfen. Das Urteil des Landgerichts soll im April fallen.