Ein Projektil aus einer Jagdwaffe ist am Stadtrand von Straubing in einen vorbeifahrenden Personenzug eingeschlagen. Das Geschoss habe eine Fensterscheibe des Personenzugs durchschlagen und sei dann in der Wand des Abteils stecken geblieben, berichtet die Polizei. Es wurde niemand verletzt.
Zug hält in Straßkirchen
Aus dem Zug, der in Richtung Plattling unterwegs war, sei anschließend ein Notruf abgesetzt worden. Der Zug wurde schließlich am Bahnhof in Straßkirchen von Polizeikräften erwartet. Er habe dort gestoppt und das Gleis sei abgesperrt worden.
LKA untersucht Waffe und Munition
Im Laufe der ersten Ermittlungen konnte der Polizei zufolge dann ein Jäger ermittelt werden, der mutmaßlich für den verirrten Schuss auf den Personenzug verantwortlich war. Die Waffe und die Munition des Mannes werden beim Landeskriminalamt in München untersucht, wie es weiter hieß.
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Ob dem mutmaßlichen Schützen nach der Schussabgabe überhaupt bewusst war, dass sein Projektil den Reisezug getroffen hat, dazu machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Auf den Zugverkehr auf der Strecke Regensburg-Passau hatte der Vorfall am Freitagabend nach Angaben der Polizei kaum Auswirkungen. Es kam nur zu geringfügigen Verspätungen.
Tödlicher Jagdunfall in der Oberpfalz
Vor vier Jahren hatte in der Oberpfalz ein verirrtes Projektil eines Jägers ein in mehreren hundert Metern Entfernung vorbeifahrendes Auto getroffen und einen Insassen getötet. Der Schütze damals hatte den Unfall zunächst gar nicht mitbekommen.
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