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Menschen mit Behinderung sollen in Bayern künftig besser in reguläre Jobs eingegliedert werden. Eine Kooperationsvereinbarung und ein bayernweites Projekt sollen dabei helfen.

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Projekt soll Job-Chancen für Menschen mit Behinderung verbessern

Menschen mit Behinderung sollen in Bayern künftig besser in reguläre Jobs eingegliedert werden. Eine Kooperationsvereinbarung und ein bayernweites Projekt sollen dabei helfen.

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Die Kooperationsvereinbarung haben das Bayerische Arbeits- und Sozialministerium, die bayerischen Arbeitsagenturen, der Bayerischen Bezirketag sowie drei weitere Partner am Montag in Nürnberg unterzeichnet. Grundlage dafür ist das Projekt "Begleiteter Übergang Werkstatt – allgemeiner Arbeitsmarkt", kurz BÜWA. Dieses ist als Modellprojekt im Freistaat vor fünf Jahren gestartet und soll mithilfe des Bundesteilhabegesetzes nun weitergeführt werden. Ziel des Projektes BÜWA ist es, Menschen mit Behinderung, aus den Werkstätten in Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft einzugliedern. Dazu gehören unter anderem eine intensive Betreuung der Menschen oder die Möglichkeit, mehrere Praktika zu durchlaufen. Arbeitgeber sollen Lohnkostenzuschüsse erhalten.

Projekt soll flächendeckend werden

Nach Angaben des Chefs der bayerischen Arbeitsagenturen, Ralf Holtzwart, beteiligen sich die Arbeitsagenturen und die Bezirke an den Kosten. Auch das Sozialministerium hat sich seit 2015 mit Zuschüssen beteiligt. Mit der Kooperationsvereinbarung soll das Projekt in Zukunft nicht nur punktuell sondern flächendeckend in ganz Bayern zur Wirkung kommen, sagte Holtzwart dem Bayerischen Rundfunk.

Zielmarke übererfüllt

Holzwart appelliert nun an die Arbeitgeber, Menschen mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen, die bisher in Werkstätten arbeiten, eine Chance zu geben.

"Noch nicht überall wird erkannt, dass Menschen mit Behinderung wertvolle Potentiale mitbringen und eine Bereicherung für das Unternehmen sind." Ralf Holtzwart, Chef der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit

Nach Angaben des Bayerischen Sozialministeriums haben seit 2014 270 Menschen an dem Modellprojekt BÜWA teilgenommen. 95 hätten in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden können. Damit habe man die Zielmarke von 30 Prozent übererfüllt, sagte Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Montag in Nürnberg. Schreyer sieht in BÜWA eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel im Freistaat zu begegnen.

Es gebe Menschen, die auch weiterhin in den Werkstätten weiterarbeiten und betreut werden müssten, erklärte sie. "Wichtig ist aber, dass wir diejenigen, die mehr können, auch so fördern und begleiten, dass sie dementsprechend in den regulären Arbeitsmarkt kommen können", so Sozialministerin Schreyer.