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Projekt gegen Antisemitismus mit Geflüchteten in Flossenbürg | BR24

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Über mehrere Monate hinweg haben sich junge Menschen mit Migrationshintergrund aus dem Raum Schwandorf mit Antisemitismus, der NS-Geschichte und Ausgrenzung beschäftigt.

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Projekt gegen Antisemitismus mit Geflüchteten in Flossenbürg

Über mehrere Monate hinweg haben sich junge Menschen mit Migrationshintergrund aus dem Raum Schwandorf mit Antisemitismus, der NS-Geschichte und Ausgrenzung beschäftigt. Zu den Initiatoren gehören Verantwortliche der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

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Von
  • Margit Ringer
  • BR24 Redaktion

Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund aus dem Raum Schwandorf haben sich in den vergangenen Monaten mit der Erinnerungskultur und Antisemitismus auseinandergesetzt. In dem Projekt "ReMember" der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in Zusammenarbeit mit der Initiative "MIND prevention" sollen sie zu Botschaftern gegen Antisemitismus werden. Außerdem soll das demokratische Bewusstsein gestärkt werden.

Virtuelle Diskussionsrunde

Zum Abschluss des Projekts diskutieren die Teilnehmer am Dienstagabend in einer Video-Konferenz mit dem Leiter der Gedenkstätte Dr. Jörg Skribeleit sowie dem Präsidenten der Universität Regensburg Prof. Udo Hebel und dem Extremismusexperten Ahmad Mansour von der Initiative "MIND prevention". Es wird auch ein 20-minütiger Film gezeigt, den die Jugendlichen gemeinsam erstellt haben.

15 Jugendliche aus zwölf Ländern

Insgesamt sind 15 Jugendliche aus zwölf verschiedenen Ländern dabei, darunter aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, dem Sudan und Nigeria. Die meisten von ihnen haben einen Fluchthintergrund. Sie beschäftigten sich seit Januar an mehreren Wochenenden intensiv mit Mechanismen der Ausgrenzung, Ursachen für das Entstehen von faschistischen Strukturen oder auch der NS-Geschichte und dem Holocaust. Außerdem setzten sie sich mit dem Nahostkonflikt und antisemitischem Verschwörungsglauben auseinander.

Projekt auch für 2021 geplant

Die Jugendlichen sind zwischen 15 und 24 Jahre alt und besuchen das Berufliche Schulzentrum in Schwandorf. Ziel des Projektes ist, Antworten auf die Frage zu finden, wie sich Erinnerung in der zunehmend pluralen Gesellschaft lebendig halten kann und sich gleichzeitig aber auch auf Antisemitismus im Hier und Jetzt übertragen lässt. Im Frühjahr 2021 wird dieses erneut stattfinden. Die beteiligte "MIND prevention" ist eine Initiative für Extremismusprävention und Demokratieförderung.

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