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Probleme in Augsburger Labor bringen falsche Testergebnisse | BR24

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Ein Labor der Firma MVZ in Augsburg soll reihenweise falsche Corona-Testergebnisse geliefert haben. Die Panne war bei Nachprüfungen in einem Krankenhaus in Oberbayern aufgefallen.

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Probleme in Augsburger Labor bringen falsche Testergebnisse

Einem Zeitungsbericht zufolge soll das Augsburger MVZ-Labor zahlreiche Corona-Tests falsch-positiv ausgewertet haben - wegen nicht kompatibler Materialien. Die Fehler wurden bei Nachprüfungen von Tests in einer oberbayerischen Klinik aufgedeckt.

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Im Augsburger MVZ-Labor sollen zahlreiche Corona-PCR-Tests falsch-positive Ergebnisse hervorgebracht haben. Das berichtet die Agentur Reuters mit Bezug auf einen Zeitungsartikel im "Münchner Merkur". Dort heißt es, dass sich das psychiatrische Isar-Amper-Klinikum im oberbayerischen Taufkirchen/Vils die Häufung positiver Fälle nicht habe erklären können. Deswegen habe die Klinik die Patienten ein zweites Mal testen lassen. 58 von 60 positiven Tests stellten sich laut Bericht als falsch heraus.

MVZ-Labor Augsburg hatte mehrere Probleme

Die Geschäftsführerin des Augsburger MVZ-Labors erklärte laut Reuters die Fehler mit der Knappheit an Reagenzien. Das Labor habe wegen des Lieferausfalls eines Herstellers auf ein anderes Nachweismittel zurückgreifen müssen, das offenbar nicht kompatibel gewesen sei. "Aufgrund des hohen Probenaufkommens und des fehlenden Zubehörs war eine Kontrolle positiver Ergebnisse nicht in allen Fällen zeitnah möglich", zitierte die Zeitung die Geschäftsführerin.

Immer wieder falsche PCR-Tests

Dem Bericht zufolge sind die falschen Ergebnisse aber kein Einzelfall. Auch andere Labore hätten Schwierigkeiten, wegen Personalmangels und fehlender Reagenzien in der gewohnten Qualität zu testen. Prominente Beispiele für falsch-positive Tests sind etwa mehrere Spieler der Würzburger Kickers sowie des Drittligisten Türkgücü München.

Auch möglich - aber sehr selten - sind falsch-positive PCR-Tests trotz einwandfreier Durchführung. Sie kommen zustande, weil die vorhandenen PCR-Tests nicht 100 Prozent exakt funktionieren, sondern nur mit einer Genauigkeit von rund 98 Prozent. Dies war etwa bei Nationalspieler Serge Gnabry vom FC Bayern München der Fall.

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ausgewertet haben - wegen nicht kompatibler Materialien. Die Fehler wurden bei Nachprüfungen von Tests in einer oberbayerischen Klinik aufgedeckt.

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