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Probleme bei Alex-Zügen: Gutachten zeigt Lösungen auf | BR24

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Verspätungen, Zugausfälle und Personalmangel - vor allem beim Alex hat die Länderbahn derzeit viele Baustellen. Ein Gutachter hat die Probleme untersucht und Lösungen erarbeitet. Die sollen jetzt vorgestellt werden.

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Probleme bei Alex-Zügen: Gutachten zeigt Lösungen auf

Verspätungen, Zugausfälle und Personalmangel - vor allem beim Alex hat die Länderbahn derzeit Baustellen. Ein Gutachter hat die Probleme untersucht und Lösungen erarbeitet. Diese sind jetzt vorgestellt worden.

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Zugausfälle und Verspätungen auf den Alex-Verbindungen durch Ostbayern sollen bis zum Jahresende deutlich weniger werden. Davon gehen die Betreiberfirma Länderbahn und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) aus, die den Nahverkehr im Freistaat organisiert.

Ursachen für Unregelmäßigkeiten

Beide stellten am Donnerstag ein Gutachten vor, das im Auftrag der BEG nach Ursachen und Lösungen für die Probleme gesucht hat. Die Gutachter sahen im Westentlichen vier Problemkreise als Ursachen für die Unregelmäßigkeiten: Infrastruktur, Personalsituation, Betriebskonzept und Instandhaltung.

Personalbedingte Einschränkungen seien im November weitgehend vorbei, betont die Länderbahn. Sie hat die Ausbildung verstärkt. Bis Dezember fallen zudem zwei große Baustellen weg, die zu den Verspätungen beitrugen. Die Länderbahn weitet ihre Ersatzteilbeschaffung aus, wechselt Dienstleister oder übernimmt bislang ausgelagerte Arbeiten wieder selbst, etwa die Wartung der Loks.

Neues Betriebskonzept

Das Betriebskonzept der Alex-Züge soll bei der Neuausschreibung 2023 geändert werden. Von München nach Hof und von München nach Prag sollen zwei getrennte Züge fahren. Bislang fährt ein Zug ab München, der in Schwandorf geteilt wird. Auf der Rückfahrt werden die beiden Zugteile in Schwandorf wieder zusammengekoppelt für die Weiterfahrt nach München. Gibt es Verspätungen, muss ein Zugteil auf den anderen warten, was zu Folgeverspätungen führt.

Das Gutachten bestätige zusammengefasst vor allem zwei Dinge, sagt Länderbahn-Geschäftsführer Wolfgang Pollety:

"Einerseits haben wir in der letzten Zeit genau die richtigen Maßnahmen ergriffen, um die betriebliche Stabilität des Alex weiter zu verbessern. Und andererseits liegen die Einflussfaktoren bezüglich der Pünktlichkeit außerhalb unseres Verantwortungsbereiches. Die derzeit noch vereinzelten und ausschließlich personalbedingt notwendigen Einschränkungen können wir Anfang November weitestgehend aufheben." Länderbahn-Geschäftsführer Wolfgang Pollety

Die Länderbahn habe zudem ein hohes finanzielles Eigeninteresse, die Betriebsqualität zu verbessern: Für ausgefallene Züge würde die BEG die staatlichen Subventionen, die im bayernweiten Durchschnitt immerhin rund die Hälfte der Einnahmen der Eisenbahnverkehrsunternehmen ausmachen, streichen. Bei Verspätungen müsse die Länderbahn Strafzahlungen an die BEG leisten, sagte Bärbel Fuchs, die Geschäftsführerin der BEG.

Die Länderbahn

Zur Länderbahn gehören die Oberpfalzbahn, der Alex, die Vogtlandbahn, die Regentalwerke, die Waldbahn sowie Trilex und Vlexx. Der Alex Nord fährt unter anderem die Städte Regensburg, Schwandorf, Weiden und Furth im Wald an.

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Zugausfälle und Verspätungen auf den Alex-Verbindungen durch Ostbayern sollen bis zum Jahresende deutlich weniger werden. Davon gehen die Betreiberfirma Länderbahn und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) aus.