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PRO BAHN will keine fünf Sitze in einer Reihe | BR24

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PRO BAHN warnt vor Komfort-Verlust in Zügen rund um Würzburg. Nach einer Neuausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft könnte es enger zugehen in den Waggons. Die BEG will, dass Wagen zum Einsatz kommen, die fünf Sitze in einer Reihe haben.

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PRO BAHN will keine fünf Sitze in einer Reihe

PRO BAHN kritisiert die Ausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) für die Würzburger Regionalbahnlinien und den Regionalexpress Würzburg - Nürnberg. Dabei wolle die BEG laut PRO BAHN auch fünf Sitze in einer Wagon-Reihe erlauben.

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Der Fahrgastverband zeigte sich in einer Pressemitteilung empört über diese Entscheidung, weil sich dadurch der Komfort noch weiter verschlechtere.

PRO BAHN: "Jetzt schon nicht das Optimum an Komfort"

Bisher seien nach Angaben von PRO BAHN auf den genannten Strecken Fahrzeuge der Baureihe 440 im Einsatz. "Diese sind mit ihren ungeschickt platzierten Tischchen, harten Sitzen und Kopflehnen ohne Ohren, die Schlafen unmöglich machen, schon nicht das Optimum an Komfort", erklärte Lukas Iffländer, stellvertretender Vorsitzender des Fahrgastverbands in Bayern.

PRO BAHN: "Sense mit dem Rest an Komfort"

Mit der neuen Ausschreibung setze die Bayerische Eisenbahngesellschaft nun sogar "noch einen drauf": Auf 70 Prozent der Fahrzeuglänge solle es zukünftig erlaubt sein, nicht nur zwei Sitze nebeneinander auf jeder Gangseite zu verbauen, sondern "auf einer Seite sogar drei Sitze nebeneinander zu quetschen", kritisiert der PRO BAHN-Vertreter: "Dann ist Sense mit dem Rest an Komfort." Diese 2+3-Bestuhlung habe sich andernorts bereits als Flop erwiesen. Zwischen Dresden und Leipzig bleibe in der Regel der mittlere Platz frei. Die Pendler würden lieber stehen, als sich einquetschen zu lassen.

PRO BAHN: Regelung unverzüglich aus Ausschreibung streichen

Die Fahrgastvertreter fordern die BEG deshalb auf, unverzüglich die Regelung aus der Ausschreibung zu streichen. "Die Landtagsabgeordneten an der Strecke müssen dies auch einfordern und dabei gleich dafür sorgen, dass dieser Irrweg in Zukunft nicht mehr beschritten wird", betont Iffländer.