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In Oberasbach werden Sachspenden für die Flutopfer in Westdeutschland gesammelt. Es werden vor allem Gummistiefel, Arbeitshandschuhe, große Schaufeln, Nahrungsmittel und Wasser gebraucht.

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Privater Hilfstransport für Flutopfer startet in Oberasbach

In Oberasbach haben zwei Frauen einen privaten Hilfstransport für die Flutopfer in Rheinland-Pfalz organisiert. Einer der Lkw hat sich als ungeeignet herausgestellt. Nun suchen die Organisatorinnen nach einem neuen Lkw und einem Fahrer.

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Von
  • Carlo Schindhelm
  • Jonas Miller
  • Karin Goeckel

Sie haben fleißig Spenden gesammelt für die Hochwasser- und Flutopfer in Rheinland-Pfalz. Nun soll ein Lastwagen am Freitag und einer am kommenden Samstag Richtung Norden aufbrechen, sagte Organisatorin Claudia Kohl aus Oberasbach BR24. Die Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung sei der "Wahnsinn".

Durch persönlichen Kontakt: sinnvollen "Wunschzettel" erstellt

In Sozialen Netzwerken hat Claudia Kohl zusammen mit ihrer Kollegin Astrid Zitzmann eine Liste verschickt mit Dingen, die dringend benötigt werden. Auf der Liste stehen etwa Gummistiefel, Arbeitshandschuhe und Schaufeln, aber auch Nahrungsmittel wie Müsliriegel, Würstchen, Salami, Brot und Käse, was man ohne Besteck sofort essen kann. Auch süße Getränke und Bier seien gefragt. Das wichtigste aber seien Wasserspenden und Powerbanks für Smartphones. Kleidung hingegen wird nicht mehr benötigt. Die beiden Frauen haben Kontakt zu Einheimischen, die ihnen den "Wunschzettel" geschrieben haben.

Mit Wohnwagen und Lastern voller Hilfsgüter nach NRW

Im Garten in Oberasbach haben die beiden Frauen bereits ein Partyzelt aufgestellt, wo sie die Hilfsgüter zwischenlagern. Auch die Garagen seien inzwischen voll. Nun werden die Hilfsgüter in die beiden Lastwagen verladen. Bereits vergangenes Wochenende waren die Frauen mit zwei Wohnmobilen voll mit Hilfsgütern im Krisengebiet.

Lkw und Lkw-Fahrer gesucht

Doch am späten Nachmittag ist es zu einem Verzögerung gekommen: Einer der Lkw hat sich als ungeeignet für eine solche Hilfslieferung herausgestellt, so die Organisatorinnen. Deshalb wird nun kurzfristig ein Lkw über 7,5 Tonnen gesucht, am besten gleich mit Fahrer. Die Fahrt soll nach Sinzig an der Ahr im Landkreis Ahrweiler gehen.

Bitte keine unkoordinierten Hilfen

In diesem Zusammenhang ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass bitte keine unkoordinierten Hilfen in das Katastrophengebiet reisen sollen. Helfen ist gut – aber nur in bestimmten Formen: Das THW rät beispielsweise "dringend davon ab", von außerhalb in die Katastrophengebiete zu reisen, um vor Ort helfen zu wollen. Dies behindere nur die koordinierten Hilfsmaßnahmen. Beim THW heißt es außerdem: "Sachspenden sind nur vereinzelt erwünscht. Dies sollte vorher erfragt werden. Außerdem sollte bei Sachspenden immer vorher geprüft werden, was genau benötigt wird, um den vielfach freiwilligen Helfern unnötige Arbeit zu ersparen."

Wer spenden möchte, kann dies übrigens auch beim heutigen ARD-Benefiztag für die Hochwasser-Opfer: Wir halten zusammen!

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