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Die Freien Wähler und der Bundesverband Solarwirtschaft befürchten das Aus vieler älterer kleiner privater Photovoltaikanlagen auf Deutschlands Dächern. In Furth bei Landshut forderten sie deshalb eine Nachbesserung der Novelle des EEG.

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Private Photovoltaikanlagen bald wertlos?

Furth bei Landshut hat die höchste Photovoltaikanlagendichte pro Einwohner in ganz Deutschland. Doch hier und andernorts stehen viele ältere Anlagen wegen einer Novelle zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz vor dem Aus. Dagegen regt sich Protest.

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Von
  • Harald Mitterer
  • BR24 Redaktion

Die Freien Wähler und der Bundesverband Solarwirtschaft befürchten das Aus vieler älterer kleiner privater Photovoltaikanlagen auf Deutschlands Dächern. In Furth bei Landshut forderten sie deshalb eine Nachbesserung der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG).

"So kann es nicht weitergehen"

Mit mehr als 400 Anlagen hat die kleine Gemeinde Furth die höchste Photovoltaikanlagendichte pro Einwohner in ganz Deutschland. Hier und andernorts stehen viele ältere Anlagen jetzt vor dem Aus, kritisiert der Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger. Die vom Bundeswirtschaftsministerium eingebrachte Novelle zum EEG mache den rentablen Weiterbetrieb für viele kleine Anlage fast unmöglich, so Aiwanger.

"So kann es nicht weitergehen. Wie können nicht diese Energiepioniere, die vor 20 Jahren ihre Anlagen errichtet haben, jetzt ins Messer laufen lassen. Und wir können nicht das Vertrauen in die Energiewende kaputt machen. Da muss jetzt nachgebessert werden." Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler

Kritik an der "Sonnensteuer"

Auch die Solarwirtschaft kritisiert die geplante Reform des EEG scharf und befürchtet eine Gefahr für den Weiterbetrieb tausender Solaranlagen. Kritisiert werden vor allem Pläne, selbst genutzten Solarstrom weiterhin mit der EEG-Umlage zu belegen. Die Rede ist von einer "Sonnensteuer". Diese verstoße gegen eine EU-Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen.

Reform für Ökostrom-Ausbau

Das Bundeskabinett hatte im September eine Reform für einen schnelleren Ökostrom-Ausbau auf den Weg gebracht. Der Entwurf von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht vor, die Ausbau-Ziele vor allem für Windräder an Land und für Photovoltaik zu erhöhen.

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Die EEG-Umlage dient zur Finanzierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Mit ihr wird etwa geregelt, wie viel Besitzer von Photovoltaikanlagen für eingespeisten Strom erhalten. Demnächst entscheiden Bundestag und Bundesrat über eine Änderung.

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