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Tatverdächtiger nach Messerangriff auf Polizisten in Psychiatrie | BR24

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Nach der hinterhältigen Messerattacke auf einen Polizeibeamten im Münchner Hauptbahnhof findet der Pressesprecher der Münchner Polizei Marcus da Gloria Martins Worte des Dankes für das Mitgefühl und Worte der Warnung an populistische Scharfmacher.

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Tatverdächtiger nach Messerangriff auf Polizisten in Psychiatrie

Nach dem Messerangriff auf einen Polizisten in München wurde der Tatverdächtige in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Laut Gutachten liegt eine akute psychische Erkrankung vor. Der Beamte ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

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Einen Tag nach der Messerattacke auf einen Polizeibeamten am München Hauptbahnhof haben Staatsanwaltschaft und Mordkommission in einer gemeinsamem Pressekonferenz neue Details zu den Ermittlungen und dem Gesundheitszustand des Opfers bekannt gegeben.

Lebensgefährliche Verletzung am Rückenmark

Der Leiter der Mordkommission, Josef Wimmer, bezeichnete die Verletzungen des niedergestochenen Polizeiobermeisters als lebensgefährlich. Der Angreifer habe den 30-Jährigen mit einem haushaltsüblichen Messer im Nacken getroffen, dabei sei das Rückenmark verletzt worden.

Abgebrochene Klinge musste in einer Notoperation entfernt werden

Die zehn Zentimeter lange Klinge brach am Heft ab und musste in einer risikoreichen Notoperation aus dem Körper entfernt werden. Der Beamte ist mittlerweile außer Lebensgefahr, über den weiteren Genesungsverlauf könne man derzeit aber keine Aussage treffen, so Wimmer.

Psychisch kranker Täter hat Hass auf Polizei

Der 23-jährige festgenommene Beschuldigte befindet sich inzwischen in einer psychiatrischen Klinik. Ein Gutachter war gestern zu dem Urteil gekommen, dass bei dem Münchner eine akute psychische Erkrankung vorlag, so dass der Mann zum Tatzeitpunkt in seiner Steuerungsfähigkeit beeinträchtigt war. Gegenüber der Kripo hat er in der Vernehmung generellen Hass auf die Polizei als Motiv für seine Tat angegeben.

Langes Strafregister, aber kein Hinweis auf Gewalt

Woher die Abneigung rührt, konnten die Ermittler bislang nicht klären. Der Beschuldigte war zwar schon strafrechtlich durch Diebstähle, Hausfriedensbruch und Bedrohung in Erscheinung getreten, nichts hätte aber auf so einen Gewaltausbruch hingedeutet.

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Nach dem Messerangriff auf einen Polizisten in München laufen die Ermittlungen. Ein Polizist wurde bei der Attacke schwer verletzt.

Kontrollierter Mann aus Eritrea hält den Täter fest

Zu dem Messerangriff war es gekommen, als gegen 6 Uhr 30 am Montagmorgen zwei Streifenbeamte im Sperrengeschoss des Hauptbahnhofs routinemäßig einen Mann kontrollierten. In diesem Moment stach der 23-jährige Täter unvermittelt mit einem Messer von hinten auf einen der beiden Polizisten ein. Der Täter wurde noch vor Ort von Passanten und dem kontrollierten Mann aus Eritrea überwältigt.

Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä zeigte sich erschüttert und sprach von einem "feigen, brutalen und hinterhältigen" Angriff.

"Leider werden immer wieder Polizeibeamte und Rettungskräfte beleidigt, bedroht und angegriffen. Der Rechtsstaat muss daher mit aller Härte und Konsequenz nicht nur auf die Taten, sondern bereits auch auf Bedrohungen reagieren." Hubertus Andrä, Polizeipräsident München
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Nach der Messerattacke auf einen Polizeibeamten am Münchner Hauptbahnhof hat Innenminister Herrmann mitgeteilt, dass der Tatverdächtige bereits polizeibekannt sei. Der niedergestochene Beamte liegt schwer verletzt im Krankenhaus.