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Pressefoto Bayern 2018: Die jubelnden Gewinner | BR24

© Andreas Gebert

Pressefoto des Jahres 2018, Titel: Freude

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Pressefoto Bayern 2018: Die jubelnden Gewinner

Jubel bei den Grünen nach der ersten Hochrechnung der Bayerischen Landtagswahl - das Foto mit dem Titel "Freude", das der Fotograf Andreas Gebert schoss, dürfte jetzt auch bei ihm für Euphorie sorgen: Es wurde zum Pressefoto des Jahres 2018 gekürt.

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Mit seiner Aufnahme der jubelnden Grünen überzeugte Andreas Gebert die Jury des Bayerischen Journalisten-Verbandes (BJV). Der Fotograf darf sich ebenfalls freuen: Für das Pressefoto des Jahres 2018 gibt es 2.500 Euro Preisgeld.

Wertschätzung der Fotografen

Die Jury hatte die Wahl unter fast 800 Bildern von Fotografen aus allen Medienbereichen und Regionen Bayerns. Der zum 19. Mal vom BJV ausgerichtete Wettbewerb Pressefoto Bayern würdigt die Arbeiten von Foto-Journalistinnen und -Journalisten, die das Zeitgeschehen im Bild festhalten und damit aussagekräftige Dokumente über das aktuelle Tagesgeschehen hinaus schaffen.

Preisverleihung im Bayerischen Landtag

Ilse Aigner (CSU), Landtagspräsidentin und Schirmherrin des Wettbewerbs, ehrte am Vormittag im Bayerischen Landtag den Gesamtsieger Andreas Gebert sowie die Preisträger in sieben weiteren Kategorien. Gleichzeitig eröffnete die Landtagspräsidentin die Ausstellung Pressefoto Bayern 2018, in der rund 80 der besten Wettbewerbs-Fotos gezeigt werden. Die Bilderschau wird im Kreuzgang des Maximilianeums vom 5. bis zum 21. Dezember 2018 zu sehen sein, danach geht sie auf Tour durch bayerische Städte. Die ersten Stationen sind Ansbach, Nürnberg und der Münchner Flughafen.

Euphorie in Grün

"Ein Glückstreffer in vielerlei Hinsicht. So spontan und frenetisch, wie hier ein Wahlsieg gezeigt wird, kann man eine Situation nicht besser erfassen. Der Kontrast zwischen der euphorischen Freude der bayerischen Grünen und der stillen Ergriffenheit von Robert Habeck ist eine bildnerische Punktlandung. Ein Foto, das wie kein anderes für die politische Entwicklung in Deutschland steht", urteilte die Jury.

"Auf dem Trockenen"

Auch in der Kategorie Umwelt und Energie konnte Andreas Gebert mit seinen Aufnahme des trockengelegten Forggensees überzeugen. Normalerweise wird der künstlich angelegte Forggensee ab April mit Schmelzwasser aus den Bergen gefüllt - in diesem Jahr war das wegen der Sanierungsarbeiten nicht möglich.

Den Opfern ein Gesicht gegeben

In der Kategorie Tagesaktualität gewann ein Foto von Lino Mirgeler mit dem Titel: "Gedenken an die Opfer des NSU". Mirgeler dokumentierte eine Demonstration im München, bei der die Teilnehmer Porträts der NSU-Opfer in den Händen hielten. Die Schuldsprüche gegen die mutmaßlichen Mitglieder der rechtsextremen Terrorgruppe waren nach Ansicht vieler Menschen, insbesondere der Opferfamilien, zu milde ausgefallen.

Tradition und Lichterglanz

In der Themengruppe Bayern Land und Leute gewann die Fotografin Christine Czybik den Preis für das Bild "Der Nikolaus und seine Buttenmandl". In der Kategorie Kultur konnte Matthias Endriß mit der Aufnahme "Licht-Labyrinth" sich freuen. Im Themenbereich Sport erhielt Peter Schatz für sein Bild mit dem Titel "Emotionaler Abschied" den Preis.

Gegensätze in radikaler Bildsprache

Im Bereich Serie gewannen die Bilder von Stefan Gregor "In der Todesfabrik", die das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz zeigen. Das trübe Novemberwetter und der Schnee ließen die Todesfabrik wie eine mit Puderzucker überzogene Industrieruine aussehen. Den Newcomer Award erhielt Paul Dittmann für seine Serie "Marrakesch" - mit Szenen aus der marokkanischen Stadt.

© Christine Czybik

"Der Nikolaus und seine Buttenmandl"

© Andreas Gebert

"Auf dem Trockenen"

© Matthias Endriß

"Licht-Labyrinth"

© Lino Mirgeler

"Gedenken an die Opfer des NSU"

© Andreas Gebert

Das Siegerfoto "Freude"

© Stefan Gregor

"In der Todesfabrik"

© Peter Schatz

"Emotionaler Abschied"

© Paul Dittmann

"Marrakesch"