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Premiere in Hof: SPD nominiert als erste Partei digital | BR24

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In Hof hat die SPD zum ersten Mal bei einer Wahl in Deutschland in einem rein digitalen Verfahren einen Bundestagskandidaten nominiert.

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    Premiere in Hof: SPD nominiert als erste Partei digital

    Die SPD in Hochfranken hat ihre Bundeswahlkreiskonferenz komplett digital abgehalten und so für eine deutschlandweite Premiere im Aufstellungsverfahren gesorgt. Jörg Nürnberger wurde online als Direktkandidat für die Bundestagswahl nominiert.

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    Von
    • Ulla Küffner

    Im oberfränkischen Hof habe die SPD Hochfranken am Freitagabend zum ersten Mal bei einer Wahl in Deutschland, so die Partei in einem Schreiben, in einem rein digitalen Verfahren einen Bundestagskandidaten nominiert. Dafür sei die Bundeswahlkreiskonferenz komplett ins Netz verlegt worden.

    Jörg Nürnberger als Direktkandidat nominiert

    Die Hofer Delegierten wurden vorab geschult und konnten so bei der virtuellen Bundeswahlkreiskonferenz ein Tool mit einer speziellen Abstimmungsfunktion nutzen, heißt es in der Mitteilung weiter. Sie wählten mit 94,6 Prozent der Stimmen den 53-jährigen Rechtsanwalt Jörg Nürnberger aus Tröstau im Landkreis Wunsiedel online zum Direktkandidaten.

    Bestätigung per Briefwahl folgt

    Nun müssen die Delegierten ihr Votum noch per Briefwahl bestätigen. Das endgültige Ergebnis soll am 16. Februar bekanntgeben werden. Jörg Nürnberger hatte bereits 2017 kandidiert und bayernweit eines der besten Ergebnisse erzielt, konnte jedoch nicht über die Landesliste in den Bundestag einziehen.

    SPD schreibt Wahl-Geschichte

    Erst vergangenen Dienstag hatte der Bundestag die nötige Rechtsverordnung beschlossen, dass Kandidaten künftig auf digitalem Weg aufgestellt werden können. Die SPD in Hochfranken hatte sich daraufhin für eine digitale Versammlung mit anschließender Briefwahl entschlossen. "Aus den Reihen der Delegierten, aber auch der Bevölkerung insgesamt gab es Bedenken angesichts der Infektionslage in unserer Region, eine solche Versammlung in einem Saal abzuhalten. Wir wollten auch kein Privileg als Partei gegenüber anderen Vereinen und haben uns daher für die moderne digitale Variante entschieden", sagte Nürnberger.

    "Wir haben Neuland betreten, alles ist gut gegangen und wir sind froh, dass wir auf diese Weise Infektionsrisiken für alle Teilnehmer ausschließen konnten." Jörg Nürnberger (SPD)

    Interessen der Menschen Hochfrankens vertreten

    Als regionale politische Ziele für den bevorstehenden Wahlkampf gehe es Nürnberger darum, dass wieder eine wahrnehmbare sozialdemokratische Stimme aus der Region die Interessen der Menschen in Hochfranken vertrete. Die in den vergangenen zehn Jahren erreichten Fortschritte in der Region dürfe mit Blick auf die Auswirklungen der Epidemie nicht wieder verloren gehen. Vor allem gehe es Nürnberger um den Erhalt und die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen, den Ausbau der digitalen und Verkehrsinfrastruktur und den Erhalt von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

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