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Ein Jungstorch ist in eine Storchenfamilie in den Landkreis Coburg adoptiert worden.

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    Premiere im Landkreis Coburg: Störche adoptieren Küken

    Weil das Zuhause offensichtlich zu klein für den Nachwuchs war, ist bei Kulmbach ein Küken aus einem Storchennest gefallen. Tierschützer hatten den Storch aufgepäppelt, nun scheint er eine neue Familie gefunden zu haben.

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    Von
    • Lasse Berger

    Im Landkreis Coburg gab es so etwas noch nie, erklärt Hans Schönecker die Geschichte der offenbar erfolgreichen Adoption eines Jungstorches. Der Storchbeauftragte des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) in Coburg war mitverantwortlich, dass das Tier von seiner alten Heimat in Melkendorf bei Kulmbach nach Trübenbach bei Coburg umgezogen ist. In einem extra verfassten Tagebuch hat Schönecker die Adoption haarklein festgehalten.

    Von Kulmbach nach Coburg: Jungstorch wird adoptiert

    Die Rettungsaktion begann Anfang Juni, als das Storchenküken aus seinem Nest im Landkreis Kulmbach gefallen war. Ein kurzer Check beim Tierarzt bestätigte, dass das Tier den Sturz unverletzt überstanden hatte. Weil aus diesem offenbar zu kleinen Nest in Melkendorf in der Vergangenheit bereits mehrere Jungstörche gefallen waren, suchten die Tierpfleger nach einem anderen Ort für das Küken.

    Da Störche bei der Aufzucht durch einen Menschen sich zu sehr an ihn gewöhnten, schlug Schönecker eine Adoption in eine andere Storchen-Familie vor. Zufällig wurden in Trübenbach gerade ähnlich alte Storchenküken großgezogen. Und weil aus diesem Nest ein Küken herausgefallen und gestorben war, sei ein Platz für den jungen Storch aus Melkendorf frei geworden.

    Teleskoplader hebt Tier ins neue Nest

    Da Störche erst einige Wochen nach dem Schlüpfen fliegen können, hob ein Teleskoplader das Tier in sein neues Zuhause, das sich auf dem Dach eines Bürgerhauses befindet. Der Jungstorch sei von seiner neuen Familie gut aufgenommen worden. Die nächsten Wochen würden zeigen, ob alle drei Jungstörche ausfliegen und die Reise in das Überwinterungsgebiet antreten könnten, teilt der LBV mit.

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