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Premiere: Bürger bestimmen "Vogel des Jahres" | BR24

© LBV/Manfred Delpho

Der LBV bezeichnet die Situation der Feldlerche als besorgniserregend. Auch sie war bereits ein "Vogel des Jahres".

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    Premiere: Bürger bestimmen "Vogel des Jahres"

    Wer wird "Vogel des Jahres 2021"? Darüber entscheiden erstmals die Bürgerinnen und Bürger. Jeder kann seinen eigenen Favoriten nennen – und zwar noch bis Mitte Dezember.

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    Turteltaube, Eisvogel und Weißstorch – sie alle waren schon "Vogel des Jahres". Welche Vogelart im nächsten Jahr die Ehre hat, steht noch nicht fest: Das dürfen diesmal alle Vogelfans entscheiden. Denn zum ersten Mal in 50 Jahren können Bürgerinnen und Bürger den "Vogel des Jahres" selber wählen. Das haben der Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Hilpoltstein und der Naturschutzverband NABU mitgeteilt.

    Lieblingsvogel nennen und mitentscheiden

    Seit 1971 küren die Naturschutzverbände dieses Tier. Zum runden Jubiläum im kommenden Jahr haben sie jedoch das Verfahren geändert: Ab sofort können Vogelfreunde ihren Lieblingsvogel online nominieren: Noch bis zum 15. Dezember können die Bürgerinnen und Bürger dem LBV den von ihnen favorisierten heimischen Vogel nennen – und ab Mitte Januar dann ihre Stimme für eine Vogelart aus den zehn am häufigsten eingereichten Vorschlägen abgeben. Der Vogel des Jahres 2021 soll dann am 19. März verkündet werden.

    Keine Vorkenntnisse erforderlich

    Sieger kann nach LBV-Angaben auch ein Vogel werden, der bereits einmal "Vogel des Jahres" war. Eisvogel, Feldlerche und Weißstorch waren das in den vergangenen 50 Jahren auch schon zweimal. Mitmachen können alle, so der LBV-Vorsitzende Norbert Schäfer.

    "Hierfür braucht es keine besonderen Vorkenntnisse, nur den einen Vogel, der einem am Herzen liegt." Norbert Schäfer, Vorsitzender des LBV in Hilpoltstein

    Bislang hat immer eine Fachjury von LBV und NABU über den Vogel des Jahres entschieden.

    Ehemalige "Vögel des Jahres" gefährdet

    Den Naturschützern zufolge stehen rund 44 Prozent der heimischen Brutvogelarten in Bayern auf der "Roten Liste der gefährdeten Arten". Bei den Feldvögeln reduzierte sich der Bestand in den vergangenen 40 Jahren den Angaben zufolge um gut ein Drittel. Besorgniserregend sei vor allem die Situation von Kiebitz, Rebhuhn und Feldlerche – allesamt ehemalige "Vögel des Jahres". Den Wanderfalken hatten LBV und der Naturschutzbund Deutschland 1971 zum ersten "Vogel des Jahres" gekürt. Heuer trägt die Turteltaube diesen Titel. Sie steht als gefährdete Art auf der weltweiten Roten Liste.

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