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Preis für SC Preußen Münster nach Rassismus-Vorfall gegen Kwadwo | BR24

© picture alliance/nordphoto

Leroy Kwadwo (FC Würzburger Kickers #5) wird rassistisch von einem Zuschauer beleidigt. Julian Schauerte (SC Preußen Münster #5) tröstet ihn.

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Preis für SC Preußen Münster nach Rassismus-Vorfall gegen Kwadwo

Nach dem rassistischen Vorfall beim Auswärtsspiel der Würzburger Kickers in Münster würdigt der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen nun das vorbildliche Verhalten des SC Preußen Münster und seiner Fans - mit einem Preis für Zivilcourage.

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Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) wird den Fußball-Drittligisten SC Preußen Münster mit dem Preis für Zivilcourage auszeichnen. Das hat FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski in einem offenen Brief angekündigt. Grund sei das vorbildliche Verhalten von Fans und Verantwortlichen des Drittligisten rund um den rassistischen Vorfall während des Spiels gegen die Würzburger Kickers am Freitagabend. "Sie haben mich und meine Präsidiumskollegen im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen nachhaltig beeindruckt. Und das mit einer Tat, die auch heutzutage selbstverständlich sein sollte, dies aber nicht mehr ist", schreibt Walaschewski an die Adresse des SC Preußen. "Sie alle zusammen haben mit Ihrem beherzten Eingreifen und mit der bewiesenen Konsequenz Menschlichkeit gezeigt und ein klares Zeichen gegen Rassismus und die Bagatellisierung von Rassismus gesetzt."

Viele Zuschauer riefen "Nazis raus"

In der Schlussphase der Partie Münster gegen Würzburg hatte eine Person auf der Tribüne den Kickers-Spieler Leroy Kwadwo beleidigt und Affenlaute in dessen Richtung von sich gegeben. Schnell reagierten Fans des Heimvereins und zeigten auf den Täter. So konnte dieser von den Ordnungskräften ausfindig gemacht und von der Polizei festgenommen werden. Zahlreiche Zuschauer riefen im Anschluss an den Vorfall im Stadion "Nazis raus". Zudem ersetzte der SC Preußen Münster auf seinen sozialen Kanälen das Profilbild durch ein Emblem mit der Aufschrift: "100% Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus".

Preis soll künftig einmal im Jahr verliehen werden

Der FLVW dulde keine "Diskriminierung oder Beleidigung aufgrund von Herkunft, Nationalität, Religion, Weltanschauung, Alter, Geschlecht, Behinderung oder sexueller Identität", betont Walaschewski. Der Verband stehe für "Integration, Inklusion, Gleichbehandlung und Gemeinschaft". Der Preis für Zivilcourage wird vom FLVW neu geschaffen und soll künftig einmal im Jahr an Vereine und Einzelpersonen verliehen werden, die sich im Sinne der im Ethik-Codex formulierten Grundsätzen besonders engagiert haben.

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Nach dem rassistischen Vorfall beim Auswärtsspiel der Würzburger Kickers in Münster würdigt der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen nun das vorbildliche Verhalten des SC Preußen Münster und seiner Fans - mit einem Preis für Zivilcourage.