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Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, (links) und Alexander Jungkunz, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten (rechts)
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Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, (links) und Alexander Jungkunz, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten (rechts)

Auf Einladung des Nürnberger Presse Clubs berichtete Josef Schuster über seine Arbeit im Zentralrat der Juden. "Die Stadt Nürnberg geht sehr offen und positiv mit ihrer Vergangenheit um", so Schuster. Als Stadt der Reichsparteitage und der Nürnberger Prozesse wäre es falsch, diese Themen tot zu schweigen.

"Man muss sich mit dieser dunklen Vergangenheit auseinandersetzen." Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden

Nürnberg habe in den vergangenen Jahren viel getan und handle sehr positiv, so Schuster. Schuster wurde auch persönlich: An den hohen Sicherheitsstandard rund um seine Person habe er sich inzwischen gewöhnt. Schuster war mit drei Personenschützern angereist und er berichtete davon, dass diese in der Vergangenheit auch bereits eingreifen mussten, da es Anfeindungen gegen seine Person gab.

Pessach-Fest mit der Familie in Würzburg

Das bevorstehende Osterfest, das Juden als Pessach-Fest feiern, sei für Schuster ein wichtiges Gemeinde- und Familienfest. Er feiere dies in seiner Heimat Würzburg, unter anderem mit einem Besuch in der Synagoge und im Kreise seiner Familie. Schuster ist seit 2014 ehrenamtlicher Präsident des Zentralrats der Juden. Zudem praktiziert er weiterhin als Internist in seiner Heimatstadt Würzburg.