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Präsident des Zentralrats der Juden blickt in Sorge zurück | BR24

© Susanne Günther/BR-Mainfranken

Vor fünf Jahren ist der Würzburger Arzt Josef Schuster erstmals zum Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt worden. Mit Sorge blickt Schuster auf die zurückliegenden Jahre, in denen sich das gesellschaftliche Klima verändert habe.

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Präsident des Zentralrats der Juden blickt in Sorge zurück

Vor fünf Jahren ist der Würzburger Arzt Josef Schuster erstmals zum Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt worden. Mit Sorge blickt Schuster auf die zurückliegenden Jahre, in denen sich das gesellschaftliche Klima verändert habe.

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Sorge bereitet Schuster die Entwicklung der vergangenen Jahre, in denen sich das gesellschaftliche Klima weg von einer toleranten, hin zu einer rechtsnationalen Haltung entwickelt habe. Im Gespräch mit dem BR kritisiert der 65-Jährige, dass sich Menschen heute trauten, Antisemitisches, Rassistisches, Frauenfeindliches zu sagen, weil die AfD das salonfähig mache. Die Partei habe "einen Ton und ein lautes Denken in unsere Gesellschaft gebracht, wie wir es vor fünf Jahren nicht kannten".

Schuster freut sich über jüdisches Engagement in Deutschland

Zwischen all dem, was Schuster Sorge bereitet, freue er sich besonders etwa über die Grundsteinlegung der Dessauer Synagoge sowie die Einweihung der Konstanzer Synagoge. Außerdem freue ihn das Engagement der jungen Gemeindemitglieder – wie etwa beim Jewrovision, dem größten jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerb Deutschlands und Europas.

30.11.2014: Würzburger rückt an die Spitze des Zentralrats der Juden

Am 30. November 2014 wurde Josef Schuster zum Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt. Im November 2018 wurde er einstimmig für weitere vier Jahre in das Ehrenamt gewählt. Der 65-Jährige ist niedergelassener Arzt in Würzburg.

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Von
  • Carolin Hasenauer
  • Marcus Filzek
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