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21.000 Unterschriften für Rettung der Posthalle Würzburg | BR24

© Wolfram Hanke BR

Posthalle retten – 21.000 Unterschriften an Oberbürgermeister

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21.000 Unterschriften für Rettung der Posthalle Würzburg

Büros statt kulturelles Zentrum: Dagegen demonstrieren viele Würzburger und haben 21.000 Unterschriften zur Rettung der Posthalle gesammelt. Am Wochenende gab es eine Party und die unzähligen Ateliers, Studios und Kreativbüros zeigten ihre Arbeit.

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Anlass für den "Tag der Offenen Posthalle" ist der drohende Abriss. Das gesamte Gelände wurde von einer Würzburger Investorengruppe gekauft und soll zu Wohnungen, Büros und Geschäften umgestaltet werden. Knapp 21.000 Unterschriften für die Zukunft der Posthalle haben die Initiatoren des Fördervereins "Posthalle retten" gesammelt. Die sollen am Mittwoch dem Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt übergeben werden, verbunden mit der Bitte, bei der Suche nach einer Alternative zu helfen.

Verschiedene Alternativen angedacht

Der Mietvertrag von Jojo Schulz, dem Betreiber der Veranstaltungshalle im Posthallen-Areal, endet im März 2023. Er kann sich durchaus vorstellen, an anderer Stelle weiterzumachen. Ein Neubau an der Friedensbrücke, das Parkdeck an der Veitshöchheimer Straße oder auf der Talavera. Ideen gibt es genug. Weniger Perspektiven sehen die vielen Kreativen in der Posthalle. Zum Beispiel Fotograf Christian Weiß, der sich mit vier anderen Fotografen ein Studio dort teilt. Es sei praktisch unmöglich, etwas Vergleichbares zu finden, sagt er.

Unterschiedliche Stimmungslage

Ähnlich ist die Situation beim Jugendclub "Immerhin", der im Keller der Posthalle seit zehn Jahren kleine Underground-Konzerte veranstaltet. Eine Interessengemeinschaft von 25 Leuten, die alle ehrenamtlich arbeiten. Eher gelassen bewerten die Situation die etwa 50 Bands, die in der Posthalle einen Proberaum gefunden haben, sagt Ingolf Stöcker, Vorsitzender des Vereins Musikbahnhof 89 e.V. Solange es keine endgültige Entscheidung über den Abriss gibt, wird einfach weitergeprobt.

Stadt hilft bei der Suche

Die Stadt Würzburg ist in Sachen Posthallen-Areal nicht untätig. Bei den Haushaltsberatungen haben die Stadträte 20.000 Euro für die Standortsuche einer neuen Posthalle eingeplant.

© BR

Am Wochenende hat die Posthalle in Würzburg ihre Türen geöffnet. Samstagabend gab es eine Party unter dem Motto "Posthalle retten" und am Sonntag zeigten die unzähligen Ateliers und Studios und Kreativbüros ihre Arbeit.