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Vor dem Landgericht Kempten steht ein Mann, der eine 63-Jährige erstochen haben soll
© BR/Michaela Neukirch
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Vor dem Landgericht Kempten steht ein Mann, der eine 63-Jährige erstochen haben soll

Weil Stimmen in seinem Kopf es ihm befohlen hätten, soll ein heute 35-Jähriger im Jahr 2013 die Mutter eines Freundes mit einem Ausbeinmesser brutal ermordet haben. Da ihr der Angeklagte bekannt war, hatte die damals 63-jährige Witwe ihn laut Anklageschrift arglos in ihre Wohnung gelassen.

Täter sticht immer wieder auf sein Opfer ein

Zwischen Wohnzimmer und Küche griff der Mann sie demnach von hinten an und schnitt ihr mit dem mitgebrachten Messer zweimal über die Halsvorderseite. Anschließend soll er ihr noch 14 Mal in den Brustkorb gestochen haben, wobei zwei Stiche das Herz der Frau getroffen haben. Der Beschuldigte habe zuvor an Alpträumen gelitten, „die sich auf die Getötete bezogen“. Er habe geglaubt, diese trachte ihm nach dem Leben.

Angeklagter stellt sich der Polizei

Im Juni 2018 schließlich hatte der Angeklagte sich überraschend selbst der Polizei gestellt. Da ihm eine paranoide Schizophrenie attestiert wird, muss das Gericht bei dem Mann, der in einer Klinik untergebracht ist, unter anderem eine mögliche Schuldunfähigkeit prüfen.

Autoren

Roswitha PolaschekFlorian Regensburger

Sendung

Regionalnachrichten aus Schwaben vom 16.04.2019 - 06:30 Uhr