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Polizist stoppt Irrfahrer in Aschaffenburg | BR24

© dpa Picture-Alliance Thomas Frey

Autos gerammt, Mauer angefahren - Polizist beendet Irrfahrt

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    Polizist stoppt Irrfahrer in Aschaffenburg

    Samstagnachmittag konnte ein Polizist, der sich nicht im Dienst befand, die Irrfahrt eines 23-Jährigen in Aschaffenburg beenden. Der Fahrer wurde festgenommen. Familienmitglieder versuchten jedoch ihn zu befreien. Auch gegen sie wird nun ermittelt.

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    Gegen 14.30 Uhr war ein 23-Jähriger mit einem SUV am Obstgarten in Aschaffenburg gestartet und in die Savignystraße gefahren. Dort rammte der alkoholisierte Aschaffenburger eine Begrenzungsmauer und einen geparkten PKW. Im verkehrsberuhigten Bereich gab der SUV-Fahrer Gas. Eine 52-Jährige Fußgängerin konnte sich nach eigenen Angaben nur noch mit Mühe in Sicherheit bringen, um nicht überfahren zu werden, so die Polizei in einer Mitteilung.

    Polizist verfolgte den Irrfahrer

    Ein Polizeibeamter, der sich nicht im Dienst befand, beobachtete das Geschehen, stieg in seinen PKW und nahm die Verfolgung auf. Die Fahrt des 23-Jährigen führte über die Amirastraße zurück zum Obstkeller. Dort gelang es dem Polizisten, den SUV auszubremsen und zu stoppen. Zwei weitere Polizeibeamte, die sich zufällig ebenfalls außer Dienst vor Ort befanden und von dem Lärm auf die Situation aufmerksam wurden, eilten ihrem Kollegen zu Hilfe und nahmen den jungen Mann aus dem Geländewagen vorläufig fest.

    Versuchte Gefangenenbefreiung

    Familienangehörige des 23-Jährigen versuchten ihn zu befreien und in die elterliche Wohnung zu bringen, schreibt das Polizeipräsidium Unterfranken in einer Mitteilung. Der Vater des Beschuldigten soll dabei einem der Polizisten mit der Faust in den Bauch geschlagen haben. Als der 23-Jährige daraufhin versuchte die Flucht zu ergreifen, wurde er von den beiden anderen Polizisten zu Boden gebracht und fixiert. Die Beamte zogen sich dabei nach Polizeiangaben leichtere Verletzungen zu. Laut Polizei wehrte sich der Festgenommene massiv, schlug einem Beamten mit der Faust ins Gesicht, einer weiteren Beamtin trat er in den Bauch. Erst mit Unterstützung hinzugerufener Streifen gelang es, den Mann zu fesseln und die Situation zu beruhigen.

    Fahrer hatte keinen Führerschein

    Der 23-Jährige, der nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, stand zum Tatzeitpunkt mutmaßlich unter Einfluss von Alkohol und weiterer berauschender Mittel. Er muss sich nun in einem Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Straßenverkehrsgefährdung, unerlaubtem Entfernen vom Unfallort und Fahren ohne Fahrerlaubnis verantworten. Gegen weitere Familienmitglieder des jungen Mannes wird wegen des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung ermittelt.

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