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Polizisten kontrollieren am Grenzübergang Mittenwald im Rahmen des G7-Gipfels den Verkehr

Bildrechte: pa/dpa/Angelika Warmuth
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Unterfränkische Polizeigewerkschaft widerspricht G7-Kritik

Ist der Polizeieinsatz für den G7-Gipfel "mit heißer Nadel gestrickt"? Der stellvertretende Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft sieht das so. Dem widerspricht nun der Chef der unterfränkischen Gewerkschaft der Polizei: Alles laufe professionell.

Von
Eva BehringerEva BehringerBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Nach der Kritik des stellvertretenden Landes- und Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Thorsten Grimm, am Polizeieinsatz auf dem G7-Gipfel, meldet sich ein Gewerkschafter aus Unterfranken zu Wort. Er widerspricht dem Vorsitzenden und sagt, der Einsatz sei präzise und professionell vorbereitet worden.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum G7-Gipfel

Gewerkschafter aus Unterfranken in Elmau

Christian Schulz, der unterfränkische Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat sich in den letzten Tagen ein Bild von der Stimmungslage der vielen Kolleginnen und Kollegen in und um Garmisch-Partenkirchen gemacht. Diese sind an dem Großeinsatz im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel in Elmau beteiligt.

Schulz sei drei Tage rund um Elmau in Unterkünften, Verpflegungsstützpunkten sowie Einsatzstellen unterwegs gewesen. Seine Eindrücke davon deckten sich der Pressemitteilung zufolge "allerdings nicht ansatzweise mit zahlreichen Aussagen, die jüngst getroffen wurden".

Schulz: Einsatz professionell und strukturiert

Gemeint sind die Aussagen Grimms. Dieser hatte zu BR24 am Dienstag gesagt, es wirke, als wäre der Einsatz "mit heißer Nadel gestrickt" worden. Wegen des G7-Gipfels in Elmau würden in Unterfranken 800 Einsatzkräfte fehlen. Die Polizei in Unterfranken könne in den Gipfeltagen wohl nur ihre Basisaufgaben bewältigen.

Dies könne Schulz nicht nachvollziehen, auch wenn die Vorbereitungszeit im Vergleich zum letzten Gipfel in Elmau wesentlich kürzer gewesen sei: "Wer einen tiefen Einblick in die Organisations- und Führungsstruktur des Großeinsatzes gewonnen hat, wird feststellen, wie präzise und professionell der Einsatz vorbereitet sowie bereits ebenso strukturiert angelaufen ist."

Einer der größten Polizeieinsätze Bayerns

Alle seien hoch motiviert: "Zwar gab es vereinzelt tatsächlich Unstimmigkeiten mit der Unterkunft und in Ausnahmefällen ist auch mal ein Frühstück oder ein Abendessen ausgefallen. Die Einsatzverantwortlichen sind aber stets bemüht, umgehend Abhilfe zu schaffen und Sofortlösungen zu finden." Und das gelänge eigentlich auch immer. Meist sogar innerhalb kürzester Zeit.

"Man darf nicht vergessen, dass wir uns in einem der größten Polizeieinsätze Bayerns mit unzähligen Kräften und Unterkünften befinden", so Christian Schulz. Dafür sei es beeindruckend, wie wenig im Bereich der Logistik schief gelaufen sei.

Keine Einschränkungen für die Bürger

Der G7-Einsatz sei für die gesamte Bayerische Polizei eine "immense und zusätzliche Belastung, vor allem auch für die Beamtinnen und Beamten zu Hause auf den Dienststellen, welche das Alltagsgeschäft mit weniger Personal abarbeiten müssen."

Einschränkungen für die Bürger in Franken seien aber nicht zu befürchten, so der unterfränkische GdP-Chef Schulz: "Die Sicherheitslage in Unterfranken ist nicht gefährdet."

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