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Corona-Regeln: LKA prüft Polizeieinsatz in Augsburger Bar

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Corona-Regeln: LKA prüft Polizeieinsatz in Augsburger Bar

Wie ist die Polizeikontrolle in einer Augsburger Bar in der vergangenen Freitagnacht tatsächlich abgelaufen? Das soll jetzt das Bayerische Landeskriminalamt prüfen. Auslöser war ein Streit um die Corona-Regeln.

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Nach der Kontrolle des Lokals in der Augsburger Maximilianstraße hatte das Ordnungsamt die Polizei zur Unterstützung angefordert. Auslöser war ein Streit um die Handhabung der geltenden Corona-Regeln. Was danach genau passiert ist, darüber gibt es unterschiedliche Berichte.

Laut Polizei hat die Wirtin zugeschlagen

Die Polizei sagt, dass die Wirtin uneinsichtig gewesen sei, der Barbetrieb daraufhin vom Ordnungsamt eingestellt wurde. Die Frau und deren Mutter hätten dann die Einsatzkräfte verbal angegangen und die Stimmung gegen sie aufgeheizt. Die anwesenden Gäste hätten lautstark den Namen des Lokals skandiert und Plastikbecher gegen die Einsatzkräfte geworfen. Eine Polizistin soll den Angaben zufolge von der Wirtin ins Gesicht geschlagen und von deren Mutter körperlich angegriffen worden sein. Daraufhin brachten die Polizisten die Betreiberin und deren Mutter zu Boden. Auch Pfefferspray kam zum Einsatz.

Wirtin schildert Vorfall anders

Die Wirtin selbst schildert den Vorfall in verschiedenen Medien anders. Demnach sei sie in einem aggressiven Gespräch seitens der Polizei plötzlich zu Boden gerissen worden, habe Pfefferspray und einen Faustschlag ins Gesicht bekommen. Anwesende Gäste hatten Handyvideos gemacht, die diese Darstellung stützen sollen, und in den Sozialen Medien veröffentlicht.

Vorfall wird geprüft

Der Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord, Michael Jakob, sagte dem Bayerischen Rundfunk am Montag, dass der Vorfall nun durch das Landeskriminalamt geprüft werde, um den möglichen Vorwurf der Befangenheit zu entkräften. Zwar sei aus Sicht der Augsburger Polizei der Einsatz in dem Lokal nach Vorschrift abgelaufen. Sobald aber der Vorwurf von Polizeigewalt im Raum stehe, komme – wie auch in vergleichbaren Fällen – das LKA ins Spiel.

Bei dem Polizeieinsatz waren vier Beamte verletzt worden, drei von ihnen waren im Anschluss dienstunfähig, sagte Jakob.

Bürgerinitiative will Fragen zu Corona-bedingten Kontrollen klären lassen

Die Bürgervereinigung "Wir sind Augsburg" (WSA) will im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz erfahren, wie häufig in Augsburg Corona-bedingte Kontrollen durchgeführt werden und welche konkreten Auslöser diese hatten. In seinem Dringlichkeitsantrag an Oberbürgermeisterin Eva Weber verweist WSA-Stadtrat Peter Grab auch auf die unterschiedlichen Darstellungen von Polizei und Anwesenden im Zusammenhang mit der Lokalkontrolle.

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