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Polizei: "Wer in der Oberpfalz lebt, lebt sicher" | BR24

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Das Polizeipräsidium Oberpfalz hat die Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr vorgestellt.

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Polizei: "Wer in der Oberpfalz lebt, lebt sicher"

Das Oberpfälzer Polizeipräsidium hat die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2019 vorgestellt. Das Fazit des Präsidiums: Wer in der Oberpfalz lebt, lebt sicher.

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Die Bürger in der Oberpfalz können sich laut Polizei sicher fühlen. Am Dienstag hat das Polizeipräsidium Oberpfalz die Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr vorgestellt.

Sicherheitsgefühl weicht häufig von tatsächlicher Lage ab

Die Straftaten in der Oberpfalz seien im letzten Jahr weiter zurückgegangen und damit auf den niedrigsten Wert in den vergangenen 10 Jahren gesunken. Insgesamt wurden rund 43.000 Straftaten, vom Schwarzfahren bis zum Mord, im Jahr 2019 registriert. Der Oberpfälzer Polizeipräsident Norbert Zink machte deutlich, dass die gefühlte Sicherheit der Menschen sich häufig von der tatsächlichen Situation unterscheide. Sprich: viele glauben die Kriminalität um sie herum nehme zu.

Oberpfalz drittsicherster Regierungsbezirk

Doch sei die Oberpfalz nach Niederbayern und Unterfranken der drittsicherste Regierungsbezirk in Bayern. Besonders erfreulich sei, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche mit 257 in der gesamten Oberpfalz auf einem absolut niedrigen Niveau liege.

Gewaltkriminalität nimmt zu

Sorge bereitet der Polizei allerdings weiter die zunehmende Gewaltkriminalität; den größten Anteil mache hier die schwere Körperverletzung aus. Die Polizei betont, die meisten Gewaltverbrechen unter nichtdeutschen Tätern würden innerhalb der Asylbewerberunterkünfte stattfinden, wo Menschen auf engstem Raum zusammenleben.

Schärferes Sexualstrafrecht schlägt sich in der Statistik nieder

Sexualdelikte hätten zugenommen, was aber auch mit dem verschärften Sexualstrafrecht zusammenhänge, sagt Zink. Mit dem Grundsatz „Nein heißt Nein“ komme es für die Strafbarkeit eines Übergriffes nicht mehr darauf an, ob mit Gewalt gedroht oder diese angewendet wurde. Entscheidend sei, das Opfer hat die sexuelle Handlung nicht gewollt. Auch Kinder und Jugendliche werden zu Tätern, wenn sie pornographisches Material in Chatgruppen verbreiten. Vergewaltigungen waren laut Statistik allerdings rückläufig.

Sorgenkind Drogenkriminalität

Auch die Drogenkriminalität bleibt laut Polizei ein Sorgenkind. Den größten Teil mache hier Cannabis- Missbrauch aus, allerdings habe man auch 40 Rauschgifttote zu beklagen, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Mit fast 70 Prozent erreichte die Aufklärungsquote laut Polizei den Höchststand der vergangenen 10 Jahre.

© BR/Norbert Bauer

Wer in der Oberpfalz lebt, der lebt nach Ansicht des Polizeipräsidiums Oberpfalz besonders sicher.