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E-Bikes sind im Trend. Doch immer öfter werden diese Räder auffrisiert. Eine noch neue Gefahr im Straßenverkehr.
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E-Bikes sind im Trend. Doch immer öfter werden diese Räder auffrisiert. Eine noch neue Gefahr im Straßenverkehr.

Zum Start der Fahrradsaison warnt die Polizei Niederbayern vor Manipulationen am E-Bike. Grund hierfür ist ein Fall von Anfang April im Landkreis Passau: Bei einer Kontrolle eines 53-jährigen Radfahrers fiel den Polizisten auf, dass technische Veränderungen am E-Bike vorgenommen wurden. Anstatt der erlaubten 25 km/h konnte das Rad eine Geschwindigkeit von 40 km/h erreichen. Dadurch wären für die Nutzung des Fahrrades aber eine spezielle Haftpflichtversicherung und auch eine Fahrerlaubnis erforderlich gewesen. Folge: Gegen den Radfahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Tunen am E-Bike: Freiheitsstrafen drohen

Die Polizei warnt davor, welche weiteren Folgen das Tunen von E-Bikes mit sich ziehen kann: Es kann der Versicherungsschutz durch die Privathaftpflichtversicherung erlöschen. Das kann sogar den finanziellen Ruin zur Folge haben, weil man als Fahrer bei einem verschuldeten Unfall gegebenenfalls mit dem gesamten privaten Vermögen für angerichtete Schäden haftbar gemacht werden kann. Neben dem Verlust aller Garantien und des Versicherungsschutzes können sogar Haftstrafen drohen. Das wird auf dem sozialen Netzwerk Facebook heftig diskutiert - und sorgt bei manchem Nutzer für Unverständnis.

Manipulationen können schnell aufgedeckt werden

Wie es von der Polizei heißt, können Geschwindigkeits-Manipulationen schnell aufgedeckt werden. Durch verschiedene Methoden lässt sich einfach aus dem Antriebssystem ablesen, ob eingegriffen wurde. Die Daten werden nämlich wie bei einem Fahrtenschreiber gespeichert. Bereits die hinterlegte Durchschnittsgeschwindigkeit reicht als Indikator, um zu erkennen, ob das E-Bike manipuliert wurde.