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Polizei warnt vor Fake Shops im Internet | BR24

© BR / Christine Kerler

In der Vorweihnachtszeit wird kräftig online eingekauft. Allerdings tummeln sich gerade zur besinnlichen Zeit auch Betrüger im Netz. Mit sogenannten Fake Shops versuchen sie, ahnungslose Opfer um ihr Geld zu bringen.

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Polizei warnt vor Fake Shops im Internet

Vor Weihnachten wird kräftig online eingekauft. Allerdings tummeln sich gerade zur besinnlichen Zeit auch Betrüger im Netz. Mit sogenannten Fake Shops versuchen sie, ahnungslose Opfer um ihr Geld zu bringen. Die Polizei rät zur Vorsicht.

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Immer wieder fallen Verbraucher im Internet auf sogenannte Fake Shops herein – betrügerisch angelegte günstige Online Shops, welche in der Regel nur für wenige Tage online sind und Produkte anbieten. Nach einer Zahlung mittels Vorauskasse wird nicht selten minderwertige Ware zu einem überhöhten Preis verschickt, mitunter wird das Produkt auch gar nicht geliefert. Oft täuschen die Händler sogar Lieferschwierigkeiten vor und vertrösten Betroffene, um diese daran zu hindern, weitere Schritte einzuleiten. Der Shop verschwindet nach kurzer Zeit wieder aus dem Internet - die Kunden haben ihr Geld verloren.

Fake Shops: oft täuschend echt

Lange Zeit seien betrügerische Internetshops etwa am fehlenden Impressum oder an Rechtschreibfehlern zu erkennen gewesen. Doch das habe sich inzwischen geändert, da die Betrüger immer professioneller vorgehen würden, so die Polizei.

Auf den ersten Blick sind Fake-Shops inzwischen oft schwer zu erkennen. Teilweise sind sie Kopien real existierender Websites, wirken auf den ersten Blick seriös und lassen daher beim Käufer selten Zweifel an ihrer Echtheit aufkommen. Nach Informationen der Verbraucherzentrale werden oft gut kopierte Produktbilder und Informationen aus dem Internet verwendet, um so mit einem professionellen Erscheinungsbild das Vertrauen der Online-Käufer zu gewinnen. Ein weiteres Lockmittel ist der scheinbar besonders günstige Preis des gesuchten Produkts.

Das könnte auf einen Fake Shop hindeuten

Wer im Internet Waren kauft, sollte bestimmte Parameter grundsätzlich abklopfen, raten Polizei und Verbraucherschützer:

Käufer sollten unbedingt einen Blick ins Impressum werfen. Oftmals fehlt dieses bei Fake Shops oder es gibt nur ein gefälschtes oder ein unvollständiges Impressum.

Es empfiehlt sich, den Namen des Shops über eine Suchmaschine im Internet zu überprüfen und mit den Wörtern "Erfahrungen" oder "Betrug" zu kombinieren.

Verdächtig ist, wenn der Shop keine Kundenhotline bietet.

Wird als Bezahlmöglichkeit nur Vorkasse angeboten, sollte das misstrauisch machen. Manche Fake-Shop-Händler bieten auf den ersten Blick alle Bezahlmöglichkeiten, bevor der Kauf aber tatsächlich abgeschlossen werden kann, wird man umgeleitet und es bleibt nur noch Vorkasse übrig. Seriöse Shops bieten auch einen Bezahlservice oder Möglichkeiten mit Käuferschutz an.

Sollten Sie bereits Opfer geworden sein

Sofern man schon Geld überwiesen hat, muss man laut Polizei umgehend die eigene Bank informieren und versuchen, das Geld zurückzufordern. Es ist aber Eile geboten, da erlangte Gelder jederzeit durch die Täter abgehoben werden können. Betrugsopfer sollten den Vorgang umgehend bei einer Polizeidienststelle anzeigen und entsprechende Unterlagen wie z.B. eine Kaufbestätigung vorlegen.

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Immer mehr Deutsche kaufen im Internet ein. Insgesamt macht der Handel etwa ein Zehntel seines Umsatzes online. Vor allem in der Weihnachtszeit wird viel bestellt. Das nutzen Betrüger aus.