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Senioren im Raum Ansbach werden wegen ihrer Lexikon-Sammlungen aktuell Opfer einer Betrugsmasche.

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    Polizei warnt: Skurille Betrugsmasche mit Lexikon-Sammlungen

    Im Raum Ansbach sind ältere Menschen mit Lexikon-Sammlungen von renommierten Buchhandelsketten Opfer einer Betrugsmasche geworden. Ihnen sind angebliche Interessenten vorgestellt worden. Am Ende zahlten die Senioren drauf.

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    Von
    • Nora Kaltenbeck

    Die Kriminalpolizei Ansbach warnt vor einer Betrugsmasche mit Lexikon-Sammlungen, sogenannten Lexikotheken. Wie die Polizei mitteilt, seien im Raum Ansbach in den vergangenen Wochen mehrere ältere Menschen Opfer dieser Masche geworden.

    Betrugsmasche: Lexikon-Sammlung sei wertvoll

    Demnach werden Besitzer von Lexikotheken renommierter Buchhandelsketten von angeblichen Mitarbeitern dieser Firmen aufgesucht, angeblich um den Besitzern Käufer für ihre Sammlungen vorzustellen. Die Bücher seien nämlich im Wert stark gestiegen, so die Behauptung. Vorher sollten die Betroffenen aber den Nachdruck einer "mittelalterlichen Schrift" zu einem überteuerten Preis kaufen. Dafür wurden auch noch Finanzierungen zu überhöhten Zinsen angeboten oder vermittelt.

    Wenn die Betroffenen auf die Angebote eingegangen sind, wurden sie laut Polizei zum Spielball mehrerer anderer Firmen. Diese versprachen wiederum Kauf-Interessenten für die Lexikon-Sammlungen und boten zudem erneut überteuerte angebliche historische Bücher an.

    Überteuerte neue Bücher aufgeschwatzt

    Teilweise zahlten Senioren dafür Beträge im mittleren fünfstelligen Bereich. In einem Fall wurde ein Opfer aufgefordert, die zum Verkauf stehenden Bücher zu desinfizieren. Dafür wurde ihm ein einfacher Wasserstaubsauger verkauft. Abschließend unterschrieben die Geschädigten noch eine verklausulierte Erklärung, dass es nie irgendwelche Versprechungen gegeben habe. Die Betroffenen blieben laut Polizei auf ihren Lexikotheken, auf den neu dazugekauften und überteuerten Büchern und zum Teil auf den Finanzierungen zu überhöhten Zinsen sitzen.

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