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Polizei verhindert A7-Blockade von Lockdown-Kritikern | BR24

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Die Polizei hat eine versuchte Autobahn-Blockade von Lockdown-Kritikern unterbunden.

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    Polizei verhindert A7-Blockade von Lockdown-Kritikern

    Lockdown-Gegner hatten geplant, Autobahnen zu blockieren, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. In Mittelfranken stoppte die Polizei die Aktionen, bevor andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden.

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    Von
    • Andreas Schuster

    Die Polizei hat eine Protestaktion von Lockdown-Gegnern auf der A7 nahe Rothenburg ob der Tauber unterbunden. Im Vorfeld hatten sie für Freitag zu Blockadeaktionen auf der Autobahn aufgerufen. Gegen 15.00 Uhr stellten die Beamten dann vermehrt Fahrzeuge und kleinere Konvois fest, die von Süden kommend auf der A7 Richtung Würzburg fuhren.

    Polizei kontrolliert 76 Fahrzeuge

    Viele der Fahrzeuge seien aufgrund von Plakaten oder Aufschriften als Teilnehmer der Aktion auszumachen gewesen, heißt es. Die Polizei leitete die Fahrzeuge mit Hilfe des Unterstützungskommandos (USK) von der Autobahn und kontrollierte anschließend sowohl die Insassen als auch die Autos selbst. Die Beamten überprüften laut eigenen Angaben 76 Fahrzeuge mit insgesamt 100 Insassen.

    Handy sichergestellt

    Gegen 16.40 Uhr bemerkte die Polizei auf einer Brücke sechs Personen, die ein Plakat mit Bezug zu der Blockadeaktion bei sich hatten. Das Plakat wurde sichergestellt. Auf einem Parkplatz nahe Wörnitz kam es im Zuge der Polizeikontrollen zu einer Ansammlung von etwa 40 Menschen.

    Die Polizisten stellten dabei ein Mobiltelefon sicher, mit dem die Beamten bei ihrem Einsatz "in unzulässiger Weise" gefilmt worden seien und die Aufnahmen ins Internet übertragen wurden. Die Polizei leitete entsprechende Ermittlungsverfahren ein.

    Blockade verhindert

    Insgesamt gelang es den mittelfränkischen Beamten aber dank "starker polizeilicher Präsenz" und engmaschiger Kontrollen, eine Blockadeaktion auf der A7 zu unterbinden. Dadurch habe man "gefährliche Situationen für unbeteiligte Verkehrsteilnehmer" verhindern können, so die Polizei. Im Laufe des Einsatzes sprachen die Beamten 56 Platzverweise aus. Außerdem wurden 15 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz erstattet.

    Ähnliche Aktion schon vor wenigen Wochen

    Erst am Dreikönigstag (06.01.) hatten Gegner der Corona-Maßnahmen mit einer Blockade-Aktion auf der A73 nahe Erlangen für Aufsehen gesorgt. Sie waren teils mit weniger als Tempo 50 über die Autobahn gefahren und hatten andere Verkehrsteilnehmer ausgebremst.

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Tag darauf derartige Aktionen aufs Schärfste verurteilt. Er sprach von einer "besorgniserregenden neuen Dimension des Protests", bei der die Leben unbeteiligter Menschen gefährdet worden seien.

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