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Die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle dauerten bis 21 Uhr an.
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Autoren

Simone Schuelein
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Die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle dauerten bis 21 Uhr an.

Wie die Polizei berichtet, liegt die Zahl der Verletzten nach dem schweren Busunglück in Ammerndorf weiterhin bei zwölf schwer und 16 leicht verletzten Personen. Der Sachschaden beziffert sich auf 600.000 Euro.

Wie Bert Rauenbusch, Sprecher der Polizei in Mittelfranken, dem BR berichtet, ist die Verkehrspolizei heute den ganzen Tag über damit beschäftigt, zu ermitteln, wer tatsächlich in welchem der Busse saß: "Wir müssen die Personalien aller Verletzten feststellen. Natürlich müssen wir auch noch klären, wer ist schwer verletzt, wer ist leicht verletzt."

Unfallursache weiter unklar

Noch ist unklar, wie es zu dem Zusammenstoß auf gerader Strecke und bei klarer Sicht kommen konnte.

Die beiden schwer verletzten Busfahrer hätten bisher nicht befragt werden können, sagte Polizeisprecher Rauenbusch: "Dieser schreckliche Unfall wird uns mehrere Tage beschäftigen." Aufschluss geben soll ein Gutachten des Sachverständigen, der gestern an der Unfallstelle war. Hilfreich sind auch die eigenen Ermittlungen der Verkehrspolizei.

Zeugen des Bus-Unfalls gesucht

Viel erhofft sich die Polizei zudem von Zeugenaussagen. Wer etwas gesehen habe, solle sich melden, so Sprecher Rauenbusch. Zu den Zeugen gehören etwa Insassen eines dritten Linienbusses, der zum Unfallzeitpunkt etwas hinter einem der beiden Unfallfahrzeuge unterwegs war. In diesem dritten Bus wurden nach Polizeiangaben entgegen früherer Berichte keine Unfallbeteiligten von der Unfallstelle abtransportiert.

Busunternehmen äußert Mitgefühl mit den Betroffenen

Unterdessen hat das betroffene Busunternehmen auf seiner Internetseite sein Mitgefühl ausgesprochen: "In dieser leidvollen Situation denken wir besonders an die Fahrgäste, deren Familien sowie an unsere beiden Kollegen."

Bürgermeister: Bereits häufiger Unfälle auf der Strecke

Auf der Unglücksstrecke hat es in der Vergangenheit bereits häufiger Unfälle gegeben, wie der erste Bürgermeister von Ammerndorf, Alexander Fritz (FW), dem BR sagte. Allerdings seien es keine so schweren Unfälle wie beim Busunfall.

Die Straße sei neu ausgebaut und sei vor acht Jahren fertiggestellt worden, so der Bürgermeister. Zudem berichtete Fritz über die Dramatik nach dem Unfall. Es seien viele Menschen zu der Stelle gekommen. Allerdings sei unklar gewesen, ob es sich um Schaulustige oder besorgte Eltern der Schülerinnen und Schüler handelte. Manchen habe man den Schock ansehen können.

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Simone Schuelein

Sendung

Regionalnachrichten Franken vom 16.11.2018 - 06:30 Uhr