BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Polizei stoppt illegales Autorennen auf A95 | BR24

© dpa-Bildfunk/Friso Gentsch

Symbolbild: Blaulicht auf Polizeiauto

25
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Polizei stoppt illegales Autorennen auf A95

Wilde Überholmanöver und hohes Tempo: Mehrere Hobbyrennfahrer aus Großbritannien sind mit ihren Sportwagen - darunter ein Lamborghini und ein Aston Martin - durch Oberbayern gerast. Bis die Polizei dem Trip bei Seeshaupt ein Ende setzte.

25
Per Mail sharen
Teilen

Am frühen Mittwochnachmittag war bei der Polizei ein Notruf eingegangen. Der Anrufer sagte, fünf sogenannte Supersportwagen würden sich am Ortsausgang von Garmisch-Partenkirchen ein Autorennen liefern. Den Angaben nach hatten sich die PS-starken Fahrzeuge mit angebrachten "Rennaufklebern" mehrmals gegenseitig wild überholt. Außerdem sollen die Sportwagen mit britischer Zulassung mehrere rote Ampeln ignoriert haben.

Streifen stellen Raser auf A95

Die Polizei schickte mehrere Streifenwagen los, um nach den mutmaßlichen Rennteilnehmern zu suchen. Die Beamten fanden sie auf der A95 im Baustellenbereich zwischen den Anschlussstellen Seeshaupt und Wolfratshausen. Der Konvoi bestand aus insgesamt fünf Fahrzeugen der Marken Lamborghini, Mercedes, Aston Martin und Dodge Viper. Sie wurden zur Kontrolle auf den Pendlerparkplatz der Ausfahrt Wolfratshausen gelotst.

Fahrer hatten Kennzeichen abmontiert

Vier der fünf Boliden hatten vorne kein amtliches Kennzeichen. Die Schilder hatten die Fahrer vor Fahrtantritt abgeschraubt und in den Kofferraum gesteckt. Die Briten mussten direkt vor Ort sogenannte Sicherheitsleistungen zahlen. Außerdem läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen, Kennzeichenmissbrauchs und diverser Verkehrsordnungswidrigkeiten. Die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet.

Eigentliches Ziel war das Oktoberfest

Wie sich bei der Kontrolle herausstellte, waren die britischen Hobbyrennfahrer mit ihren hoch motorisierten Fahrzeugen durch ganz Europa unterwegs. Der fünftägige "Supercar Trip 2019" startete in England und ging über Frankreich und Italien nach Deutschland. Die A95 war dabei nicht das Hauptreiseziel, sondern nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum Münchner Oktoberfest. Da kamen die Fahrer im Alter zwischen 32 und 57 Jahren aber nicht mehr an. Die Gruppe trat auf direktem Weg die Heimreise an - in ihren Autos, die andernfalls sichergestellt worden wären.

© BR

Seit sich schwerste Unfälle mit Toten, verursacht durch Straßenrennen, massiv häuften, wurde in Köln 2016 eine spezielle Polizeieinheit gegründet. Wir waren mit dem bundesweit ersten Einsatzteam dieser Art unterwegs.