| BR24

 
 

Bild

Kiloweise Rauschgift wurde von der Ermittlungsgruppe der Polizei sichergestellt
© Polizeipräsidium Oberpfalz

Autoren

Marcel Kehrer
© Polizeipräsidium Oberpfalz

Kiloweise Rauschgift wurde von der Ermittlungsgruppe der Polizei sichergestellt

Der Polizei ist ein großer Schlag gegen die Oberpfälzer Drogenszene gelungen: Sieben Verdächtige sitzen in Haft, die Ermittler haben kiloweise Rauschgift sichergestellt und bei den Beteiligten Vermögenswerte von über 800.000 Euro eingefroren. Insgesamt wurde gegen 70 Personen ermittelt. Beamte der Staatsanwaltschaften und Kriminalpolizeiinspektionen in Regensburg, Weiden, Amberg und Nürnberg haben dafür seit 2017 zusammengearbeitet. Die Kripo richtete eigens eine siebenköpfige Ermittlungsgruppe für den Fall ein.

Kiloweise Rauschgift

Die Beamten stellten bei mehreren Durchsuchungsaktionen seit Dezember insgesamt 34 Kilo Marihuana, vier Kilo Haschisch, knapp ein Kilo Kokain und über 250 Gramm Amphetamin sicher. Den Großteil der Drogen fand die Polizei in einer Wohnung in Amberg. Die Ermittler konnten laut Polizei auch wertvolle Hinweise an Kollegen im europäischen Ausland weitergeben.

Drogenermittlungen auch gegen Abnehmer

Ermittelt wird auch gegen zahlreiche Abnehmer und Konsumenten der Drogen. Die Ermittlungen haben laut Polizei aufgezeigt, auf welchen Wegen die Rauschmittel in die Oberpfalz gelangten, wie diese verteilt wurden und welche Personen daran beteiligt waren. Es gebe zudem deutliche Hinweise, dass mehrere Tatverdächtige mit weit mehr als den sichergestellten Rauschmitteln Handel getrieben haben. Gegen einzelne Tatbeteiligte wurden bereits Urteile gesprochen.

Freiheits- und Haftstrafen für Beschuldigte

Zwei Beschuldigte bekamen Freiheitsstrafen von vier Jahren beziehungsweise fünf Jahren und zwei Monaten. Auch die weiteren Hauptverdächtigen müssen wegen ihrer Tatbeteiligungen und möglicher Vorstrafen mit empfindlichen Haftstrafen rechnen.

Gefährdung von Menschenleben

"Solch beeindruckende Ermittlungserfolge zeigen, mit welch hohem Engagement unsere Oberpfälzer Ermittler Hand in Hand mit der Staatsanwaltschaft gegen die Betäubungsmittelkriminalität vorgehen", betont Polizeipräsident Gerold Mahlmeister. "Erschreckend sind allerdings die Erkenntnisse, wie gewissenlos Dealer aus rein wirtschaftlichen Interessen heraus die Gesundheit von zahllosen Menschen gefährden."