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Polizei: "Momo-Challenge" nicht Grund für Suizidversuch | BR24

© picture alliance / MAXPPP

Horrorfigur "Momo" auf einem Smartphone

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    Polizei: "Momo-Challenge" nicht Grund für Suizidversuch

    Der WhatsApp-Kettenbrief "Momo-Challenge" ist nach Erkenntnissen der Münchner Polizei doch nicht die Ursache für den Selbsttötungsversuch einer 13-Jährigen. Das Mädchen habe private Gründe gehabt, teilte die Polizei heute mit.

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    Die Polizei hat klargestellt, dass der Selbstötungsversuch einer 13-Jährigen nichts mit dem Psychoterror "Momo Challenge" auf WhatsApp zu tun hat. Wie berichtet, hatte eine Münchner Schülerin eine gesundheitsgefährdende Menge verschiedener Medikamente zu sich genommen und wäre daran fast gestorben. Seine Eltern hatte es rechtzeitig gefunden und in eine Klinik gebracht.

    Der erste Verdacht, das Verhalten des Mädchen könnte eine Folge einer Teilnahme an dem Kettenspiel sein, bestätigte sich demnach bei den weiteren Ermittlungen nicht. Bei der Auswertung des Handys der Jugendlichen fand die Polizei keinen Hinweis auf das angsteinflößende Gruselmonster. Ursache für den Selbsttötungsversuch waren wohl private Probleme.

    Cyber-Mobbing durch "Momo-Challenge"

    Bei dem Spiel "Momo Challenge" handelt es sich um Cyber-Mobbing. Dabei werden insbesondere Kinder und Jugendliche bevorzugt über WhatsApp, aber auch über Computerspiele oder YouTube zu einer Kontaktaufnahme mit einer animierten Gruselfigur "Momo" aufgefordert. Oft soll es in den Videos dann zu gewalttätigen Szenen kommen, zudem ruft Momo die Kinder dazu auf lebensgefährliche Dinge zu tun, Stichwort: "Momo-Challenge". Kürzlich warnte die dreifache Promi-Mutter Kim Kardashian auf Instagram vor dem Psychoterror.

    Polizei warnt vor Psychoterror durch Kettenbriefe

    Die Polizei warnte nachdrücklich vor dem Psychoterror. Allein die Verbreitung von Teilnahmeaufforderungen mit vorsätzlichen Drohungen stelle eine Straftat dar. Kettenbriefe, wie sie bei Momo eingesetzt würden, sollten keinesfalls weitergeschickt, sondern zu gelöscht werden. Anhänge oder Link-Verknüpfungen sollten nicht geöffnet und persönliche Daten nicht freigegeben werden.

    Hinweis

    Der Bayerische Rundfunk berichtet - vor allem wegen möglicher Nachahmer-Effekte - in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer die zuständige Redaktion sieht es durch die Umstände der Tat geboten. Sollten Sie selbst Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Beratung erhalten Sie unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

    Von
    • Frank Jordan
    • Veronika Wawatschek
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