BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Polizei Mittelfranken warnt verstärkt vor Telefon-Betrügern | BR24

© picture-alliance/dpa

Aktuell häufen sich bei der Polizei Mittelfranken die Meldungen von Senioren

Per Mail sharen

    Polizei Mittelfranken warnt verstärkt vor Telefon-Betrügern

    Sie rufen meist bei älteren Menschen an und geben sich als Polizisten oder Kriminalbeamte aus: Betrügerbanden. Unter einem Vorwand versuchen sie Geld von ihren Opfern zu erbeuten. Gerade häufen sich in Mittelfranken solche Fälle.

    Per Mail sharen

    Die Polizei Mittelfranken warnt aktuell verstärkt vor Telefon-Betrügern, die sich als Polizisten ausgeben, um Geld vor allem von Senioren zu erbeuten. Am Donnerstag war laut Polizei vor allem Erlangen-Bruck betroffen.

    Mehr als 80 Betrugsmeldungen

    Bereits am Mittwoch gingen bis zum Nachmittag rund 50 gemeldete Betrugsversuche ein, bis Donnerstagmittag seien es schon mehr als 30 gewesen. Die Häufung der Anrufe deute darauf hin, dass die Täter Geldabholer im Bereich Mittelfranken bereitstehen hätten. Zwar handelten die Anrufer häufig aus dem Ausland, die Banden benötigen laut Polizei aber Komplizen in der Nähe der Betrogenen.

    Anrufe von angeblichen Polizisten

    Die erste Zeugin meldete sich Mittwoch früh aus Ansbach bei der Polizei. Sie hätte einen Anruf von angeblichen Kriminalbeamten erhalten. Es sei in ihrer Nachbarschaft eingebrochen worden und sie solle das nächste Ziel der Einbrecher sein. Die Seniorin verständigte aber daraufhin die echte Polizei. In der Folge meldeten sich immer mehr potentielle Opfer. Manche hätten den Betrug durchschaut, andere waren ernsthaft besorgt, so die Polizei. Sie wurden durch die Mitarbeiter der Einsatzzentrale aufgeklärt.

    Ausdrückliche Warnung vor Betrügern

    Die Polizei spricht deshalb eine ausdrückliche Warnung vor falschen Beamten aus. Die echte Polizei würde niemals am Telefon um Geld bitten oder diesbezüglich Informationen verlangen. Zudem bittet sie Bankangestellte darum, Senioren bei auffällig hohen Geldabhebungen auf einen möglichen Betrug hinzuweisen und die Polizei zu verständigen.

    Wie Sie sich schützen: Tipps der Polizei

    Die Polizei Mittelfranken gibt einige Verhaltenstipps, wie Sie sich vor Betrugsmaschen schützen können:

    • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
    • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder nach ihren Vermögensverhältnissen ausfragen.
    • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
    • Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen.
    • Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihrer Telefonanlage oder Ihres Telefonanbieters zum Sperren unliebsamer Anrufe (zum Beispiel. Verhinderung von Telefonaten aus dem Ausland).
    • Wenn Ihre Telefonnummer nicht in öffentlichen Verzeichnissen stehen soll, zum Beispiel dem Telefonbuch, dann lassen Sie die Nummer dort löschen.
    • Seien Sie aufmerksam, wenn in Ihrer Nachbarschaft ältere Menschen leben. Sprechen Sie mit ihnen über dieses Phänomen.
    • Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei. Scheuen Sie sich nicht davor, den Polizeinotruf unter der 110 zu wählen, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.

    "Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!