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Bayern

Polizei löst "Corona-Partys" in Nürnberg und Schwabach auf | BR24

© BR/ Susanne Jordan

Überreste einer nächtlichen Party im Park.

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    Polizei löst "Corona-Partys" in Nürnberg und Schwabach auf

    Obwohl aktuell Veranstaltungen reihenweise abgesagt werden, haben sich Jugendliche in Nürnberg und Schwabach zu sogenannten Corona-Partys getroffen. Die Polizei löste die Treffen auf. Politiker und Behörden warnen und kündigen Konsequenzen an.

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    Obwohl derzeit dazu geraten wird, soziale Kontakte zu unterbinden, finden immer wieder sogenannte Corona-Partys statt. Zuletzt musste die Polizei in Mittelfranken zwei derartige Veranstaltungen beenden und Patzverweise erteilen. Rund 100 Jungendliche hatten sich im Nürnberger Stadtpark zum Feiern getroffen und dazu eine mit Generatoren betriebene Musik- und Lichtanlage laufen lassen.

    Bei der "Corona-Party" in Schwabach waren es nach Polizeiangaben 50 Jugendliche in einem Skater-Park. Die Beamten vermuten, dass sich die Jugendlichen über soziale Netzwerke verabredet hatten.

    Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

    Ministerpräsident Söder warnt vor "Corona-Partys"

    Das Polizeipräsidium Mittelfranken rief die Bevölkerung dazu auf, vernünftig zu handeln und derartige Veranstaltungen künftig zu unterlassen. Es liege in der Verantwortung jeden Bürgers, die Infektionsrate so gering wie möglich zu halten und damit lebensbedrohliche Erkrankungen vor allem in Risikogruppen zu vermeiden.

    Da viele Menschen sich nicht an die strengeren Regeln und Warnungen zu "Corona-Partys" halten, soll nun die Polizei stärker durchgreifen. "Sorry, aber das geht gar nicht", sagte Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag in München. Wer in diesen Tagen die Vorgaben bewusst ignoriere, soziale Kontakte einzudämmen, gefährde sich selbst und auch andere. Weiter erklärte Söder, die Polizei sei angewiesen, darauf umgehend zu reagieren und dagegen vorzugehen.

    Die Übersichtskarte zu den aktuellen Coronavirusfällen in Bayern finden Sie hier.

    RKI warnt vor privaten Feiern

    Bereits am Montag hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) vor "Corona-Partys" gewarnt. RKI-Vizepräsident Lars Schaade erklärte in Berlin, dass derartige Verabredungen im Sinne der Eindämmungsbestrebung nicht sinnvoll seien und appellierte: "Bleiben Sie möglichst zu Hause, und schränken Sie ihr Gesellschaftsleben so weit wie möglich ein."

    Wegen des Coronavirus sind in Bayern bis einschließlich 19. April öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen landesweit untersagt. Um die rasante Ausbreitung des Virus zu bremsen, hatte die Staatsregierung die Maßnahme am Montag beschlossen.

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