Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Polizei Landshut: Erste niederbayerische Stelle mit Bodycams | BR24

© pa/dpa

So sehen die Bodycams der Polizei aus.

Per Mail sharen

    Polizei Landshut: Erste niederbayerische Stelle mit Bodycams

    Nach einer einjährigen Pilotphase werden die bayerischen Polizisten mit Bodycams ausgestattet. In Niederbayern werden zuerst Landshuter Polizisten die Kameras tragen. Sie werden statistisch gesehen niederbayernweit am häufigsten Opfer von Gewalt.

    Per Mail sharen

    Als erste Polizeidienststelle in Niederbayern werden Landshuter Polizeibeamte mit Bodycams ausgestattet. Das hat das Polizeipräsidium Niederbayern dem BR auf Anfrage mitgeteilt. Ab Juli werden 200 Beamte die Bodycams am Standort Landshut tragen.

    Landshut als höchst belastete Dienststelle in Niederbayern

    Wie es heißt, wurden Landshuter Polizisten im Jahr 2017 in 151 Fällen Opfer von Gewalt gegen Beamte (die Statistik für 2018 liegt noch nicht vor) - damit ist die Polizei-Inspektion Landshut die am höchsten belastete Dienststelle in Niederbayern und wird als erste ausgestattet. Die anderen Dienststellen folgen bereits im Juli.

    Jetzt durchlaufen die Polizisten eine Schulung in den Bereichen Recht, Taktik und Technik. Denn:

    "Für uns ist das auch Neuland. Wenn ich merke, dass der Einsatz gefährlich wird, muss ich laut ankündigen, dass ich die Kamera jetzt einschalte." Landshuter Polizeisprecher Patrick Baumgartner

    1,8 Millionen Euro für Bodycam-Ausstattung in Bayern

    Das Bayerische Innenministerium veranschlagt für die Bodycam-Ausstattung in ganz Bayern insgesamt 1,8 Millionen Euro. Das Polizeiaufgabengesetz legt den Einsatz von Bodycams fest. Sie werden bei Maßnahmen der Gefahrenabwehr eingesetzt - zum Schutz Polizeibeamter oder Dritter.

    Umstrittenes Pre-Recording bei Bodycams

    Die Änderungen des Polizeiaufgabengesetzes vom Mai 2018 erlauben in Bayern das sogenannte Pre-Recording bei Bodycams. Damit ist gemeint, dass sie grundsätzlich ununterbrochen filmen dürfen. Das hat die Polizei nach Auswertung der einjährigen Probephase von Bodycams gewünscht. Kritik kommt dabei vor allem von Datenschutzbeauftragen, weil dadurch auch völlig Unbeteiligte erfasst werden können.

    Aufzeichnungen werden auf lokalen Servern gespeichert

    Speichern darf die Polizei Aufzeichnungen aber nur, wenn Polizisten oder dritte Personen bedroht werden - die Aufzeichnungen müssen nach zwei Monaten gelöscht werden. Bodycam-Aufnahmen werden laut Bayerischem Innenministerium nur verschlüsselt und lokal auf Servern der Polizeidienststellen gespeichert und nicht - wie bei der Bundespolizei - in einer Cloud.