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Polizei klärt internationale Autoknacker-Serie auf | BR24

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Internationalen Ermittlern gelang es offenbar, ein sehr aktives Autoknacker-Duo zu fassen.

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    Polizei klärt internationale Autoknacker-Serie auf

    Die Polizei konnte vermutlich eine Serie von mindestens rund 40 Auto-Aufbrüchen in Bayerisch-Schwaben und Österreich aufklären. Die beiden Beschuldigten sollen Autoteile ausgebaut sowie teure Sonnenbrillen und Kleidungsstücke geklaut haben.

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    Schwäbische, österreichische und italienische Polizeikräfte haben offenbar eine Serie von Fahrzeugaufbrüchen in Bayern und Österreich aufgeklärt. Zwei Männer haben nach Polizeiangaben rund 40 Autos der Premiummarken BMW und Mercedes geknackt und dabei Multifunktionslenkräder, Airbags, Bordcomputer und Frontscheinwerfer ausgebaut. Außerdem sollen sie Sonnenbrillen und hochwertige Kleidungsstücke aus den Autos geklaut haben.

    Auf frischer Tat ertappt

    Der Einbruchs-Serie auf die Spur kamen die Beamten nach Polizeiangaben, als sie Anfang März in Günzburg einen 25-Jährigen auf frischer Tat ertappt haben, wie er gemeinsam mit einem Komplizen Fahrzeugteile im Wert von etwa 10.000 Euro aus zwei hochwertigen Fahrzeugen ausbaute und abtransportieren wollte. Der Mann wurde festgenommen, sein Komplize konnte zunächst fliehen.

    Flüchtiger europaweit zur Festnahme ausgeschrieben

    Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich laut Polizei heraus, dass bereits einige Tage vor der Tat in Kempten fünf Premium-Fahrzeuge aufgebrochen und Fahrzeugteile im Wert von rund 31.000 Euro entwendet worden waren – mit identischer Vorgehensweise wie in Günzburg. Der flüchtige 29-Jährige wurde von der Staatsanwaltschaft Memmingen europaweit zur Festnahme ausgeschrieben. Im Juni 2019 nahmen rumänische Polizeibeamte ihn demnach an der Grenze zu Moldawien fest, woraufhin er nach Deutschland ausgeliefert wurde.

    Beschuldigte waren bereits in Italien aufgefallen

    Durch den Informationsaustausch zwischen der bayerischen Polizei mit ihren Kollegen in Österreich und Italien hätten sich Hinweise auf weitere Auto-Aufbrüche ergeben, die dem Duo nun ebenfalls zur Last gelegt werden: Kurz nach den Taten in Kempten seien die mutmaßlichen Autoknacker in Nord-Italien kontrolliert worden. Dort hätten sie mehrere hochwertige Fahrzeugteile und eine Vielzahl an Sonnenbrillen dabeigehabt. Mithilfe des Bayerischen Landeskriminalamts und von BMW haben einige der Gegenstände "zum großen Teil" den in Kempten und in Österreich aufgebrochenen Autos zugeordnet werden können.

    Sachschaden von 241.000 Euro in Österreich

    Gleichzeitig wurden in Österreich Ermittlungen durch das Landeskriminalamt in Tirol gegen die Beschuldigten geführt. Dort stehen sie im Verdacht, insgesamt 33 Einbrüche in BMW- und Mercedes-Fahrzeuge begangen zu haben, mit einem Sachschaden von insgesamt rund 241.000 Euro.

    Beide Beschuldigte sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Sie müssen sich nun wegen gewerbsmäßigem besonders schwerem Diebstahl aus Kraftfahrzeugen verantworten.