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Ein Leichenwagen steht an der Einsatzstelle im Stadtteil Au
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Ein Leichenwagen steht an der Einsatzstelle im Stadtteil Au

Gegen 8.50 Uhr heute Morgen meldeten Anrufer der Polizei in München Schüsse. Als die alarmierten Beamten mit dutzenden Streifenwagen und Zivilfahrzeugen am Tatort eintrafen, fanden sie im Bereich einer Baustelle in der Ohlmüllerstraße die beiden Toten. In der Nähe des Mariahilfplatzes wird mit der Baumaßnahme gerade ein ehemaliges Frauengefängnis – ein denkmalgeschützter Bau – in eine luxuriöse Wohnanlage umgewandelt.

Tatwaffe sichergestellt

Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen, die Polizeisprecher Sven Müller als "sehr sicher" bezeichnet, soll einer der beiden Männer zuerst den anderen und dann sich selbst erschossen haben. Die Tatwaffe wurde in der Nähe von Baucontainern neben den Toten gefunden, aus ihr stammen offenbar sämtliche abgegebenen Schüsse.

Motive noch unklar

Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Sie muss nun klären, ob die Schüsse mit dem Bauprojekt zu tun haben oder private Gründe das Motiv sind. Weil es auf der Baustelle viele Zeugen gibt, hat die Polizei eine "Zeugensammelstelle" eingerichtet und führt zur Stunde intensive Befragungen durch, um den exakten Tathergang nachzuvollziehen.

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Das Einsatzstichwort am Morgen: "Lebensbedrohlicher Einsatz". Entsprechend rückt die Polizei mit starken Kräften aus ...

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... die mit Schutzweste und Helm ausgestattet sind. Doch der mutmaßliche Täter ist bereits tot.

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Der Tatort: Eine Baustelle. Das frühere Frauengefängnis am Neudeck ...

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... wird derzeit in Luxuswohnungen umgewandelt. (Archivbild). Hinten rechts im Bild: Die benachbarte Polizeiinspektion 21.

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Zur Stunde vernimmt die Mordkommission mögliche Zeugen

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Die Umgebung des Tatorts war auch am Vormittag noch großräumig abgeriegelt. Um kurz nach elf Uhr wurden die Sperren aufgehoben.

Die Umgebung des Tatorts war auch am Vormittag noch großräumig abgeriegelt. Um kurz nach elf Uhr wurden die Sperren aufgehoben.

Straßensperrungen sind wieder aufgehoben

Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr, so eine Polizeisprecherin. Allerdings waren die Bus- und Trambahnlinien im Umkreis aus Sicherheitsgründen zeitweise unterbrochen, mehrere Straßen gesperrt und das benachbarte Landratsamt war vorübergehend geschlossen. Inzwischen wurden alle Sperrungen aufgehoben.

Der Polizeisprecher im Gespräch mit Journalisten

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