BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© dpa-Bildfunk/Oliver Dietze
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Oliver Dietze

Symbolbild Einreise nach Deutschland

2
Per Mail sharen

    Polizei greift illegal eingereiste Migranten in Bayern auf

    Bundes- und Grenzpolizisten haben in Nieder- und Oberbayern illegal eingereiste Migranten aufgegriffen. Sie entdeckten einen 16-jährigen Afghanen unterkühlt auf einem Lkw nahe Rosenheim und 28 Migranten bei Iggensbach im Landkreis Deggendorf.

    2
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion
    • Frank Jordan

    Die Bundespolizei hat in Niederbayern 28 Migranten aus Syrien und dem Irak aufgegriffen, die ohne Erlaubnis nach Deutschland eingereist und zu Fuß unterwegs waren. Wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte, sahen Streifenbeamte in der Nacht auf Sonntag an der Autobahn 3 nahe der Auffahrt Iggensbach im Landkreis Deggendorf zunächst vier Menschen, die angaben, mit einem Laster nach Bayern gebracht worden zu sein.

    Dreijähriges irakisches Kind unter den Migranten

    Mehrere Streifen der Landes- und Bundespolizei und ein Hubschrauber fanden wenig später 24 weitere Migranten, die zu Fuß unterwegs waren. Den Angaben zufolge handelte es sich um vier Männer aus Syrien zwischen 16 und 23 Jahren und 24 irakische Staatsbürger zwischen drei und 48 Jahren.

    Die meisten von ihnen wurden in die Erstaufnahmeeinrichtung in Deggendorf gebracht, ein alleinreisender Jugendlicher wurde dem Passauer Jugendamt übergeben. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein bisher unbekannter Lastwagenfahrer die Migranten auf einem nahe gelegenen Parkplatz ausgesetzt hat.

    Unterkühlter Jugendlicher als blinder Passagier auf einem Lkw

    Außerdem haben Bundespolizisten am frühen Dienstagmorgen bei Grenzkontrollen einen minderjährigen Afghanen auf einem Lkw entdeckt. Der 16-Jährige hatte sich zwischen Paletten versteckt und war durch die Fahrt unterkühlt. Der Jugendliche gab gegenüber den Beamten an, bereits in Griechenland mit Hilfe eines Bekannten in den Lkw-Auflieger geklettert zu sein.

    Dem Mann habe er 1.500 Euro dafür bezahlt. Der Lkw-Fahrer habe davon nichts mitbekommen und fuhr mit dem blinden Passagier bei nächtlichen Minustemperaturen über den Brenner. Das erklärt auch die Unterkühlung des Jugendlichen.

    Grenzpolizisten hielten den griechischen Lkw-Fahrer um ein Uhr an der Rastanlage Inntal Ost an. Bei der Überprüfung der Ladung entdeckten die Beamten dann den 16-Jährigen. Er saß auf einem Karton, der Lkw-Fahrer wusste offenbar nichts davon. Die Polizei brachte den Afghanen zunächst auf die Dienststelle nach Rosenheim, wo er versorgt wurde. Anschließend wurde er Mitarbeitern des Jugendamtes übergeben.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!