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Polizist steht vor wolkenverhangenem Himmel (Symbolbild)
© picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa
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Polizist steht vor wolkenverhangenem Himmel (Symbolbild)

Bei einer Kontrolle der Feiertagsverordnung sind Polizisten in Schwaben als Religionslehrer eingesprungen und haben zwei Barbetreibern den christlichen Hintergrund des Karfreitags erklärt.

Musik gespielt: Landratsamt prüft Geldbuße

Die beiden Wirte hatten nach Angaben der Beamten vom Samstag gegen das Verbot von Musik in Gaststätten am Karfreitag verstoßen. Sie spielten den Gästen in ihren Lokalen in Senden (Landkreis Neu-Ulm) Musik vor und wurden bei der Kontrolle erwischt. Nach der Belehrung der Einsatzkräfte schalteten die Barbetreiber die Anlage aus. Das Landratsamt prüft jetzt, ob es eine Geldbuße gegen die Wirte verhängt.

Das umstrittene Tanzverbot ist ein alljährlich wiederkehrendes Thema. Gesetzlich untersagt sind an sogenannten stillen Tagen öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen, die den ernsten Charakter des Tages nicht wahren, sowie musikalische Darbietungen jeder Art in Räumen mit Schankbetrieb.

Seit 2016: Ausnahmen bei Tanzverbot möglich

Doch die Richter des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe gaben 2016 einer Beschwerde des Bundes für Geistesfreiheit München statt: Ausnahmen vom Tanzverbot sind möglich, wenn eine Veranstaltung Ausdruck einer weltanschaulichen Abgrenzung gegenüber dem Christentum ist. So lud der Bund für Geistesfreiheit München auch an diesem Karfreitag zu einer "Heidenspaß-Party" ein.

Warum feiern Christen ein leeres Grab?

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