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Polizei fasst einen der geflüchteten Häftlinge aus BKH Günzburg | BR24

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Einer der beiden Männer, die im vergangenen September aus der forensischen Klinik des Bezirkskrankenhauses Günzburg ausgebrochen waren, ist in Spanien gefasst worden. Das hat die Polizei am Montagnachmittag bekanntgegeben.

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Polizei fasst einen der geflüchteten Häftlinge aus BKH Günzburg

Monatelang hat die Polizei nach den zwei Männern gesucht, die im September aus dem Bezirkskrankenhaus in Günzburg geflohen waren. Jetzt haben die Ermittler einen der Häftlinge geschnappt - nicht in Bayern, sondern in Südeuropa.

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Im Rahmen der europaweiten Fahndung hatten sich Hinweise darauf ergeben, dass sich einer der beiden Flüchtigen in Spanien aufhalten könnte - in der Region Malaga im Süden des Landes. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West jetzt bekanntgab, wurde der Ausbrecher dort am vergangenen Freitag festgenommen. Die deutschen Behörden haben beantragt, dass der Mann von Spanien zurück in die Bundesrepublik gebracht wird.

Auch der zweite BKH-Häftling möglicherweise im Ausland

Er war zusammen mit einem anderen Häftling im vergangenen September aus der forensischen Klinik des Bezirkskrankenhauses Günzburg ausgebrochen. Der zweite Flüchtige wurde bisher noch nicht gefasst. Allerdings haben die Ermittlungen laut Polizei ergeben, dass auch er ins Ausland geflohen sein könnte.

Bei Ausbruch nahmen die Häftlinge BKH-Mitarbeiterin als Geisel

Beide Ausbrecher waren wegen räuberischen Diebstahls beziehungsweise schweren Bandendiebstahls auffällig geworden. Sie wurden wegen ihrer Suchterkrankung im Bezirkskrankenhaus in Günzburg (BKH) behandelt. Bei Ihrem Ausbruch hatten die 23 und 28 Jahre alten Männer zunächst eine Mitarbeiterin als Geisel genommen und sie gezwungen, die Tür zu öffnen. Die Frau ließen sie dann zurück.

Viele Hinweise nach ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY"

Zunächst waren sie in der näheren Umgebung gesucht worden. Im Oktober hatte die Polizei mitgeteilt, dass sie sich im Großraum Stuttgart aufhalten könnten. Nachdem im November die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" über den Fall berichtet hatte, waren rund 40 Hinweise aus Deutschland und der Schweiz eingegangen. Für sachdienliche Hinweise ist nach wie vor eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

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