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Polizei ermittelt nach Einsatz in Asylbewerberunterkunft | BR24

© dpa/Armin Weigel

Bei dem Großeinsatz im Landkreis Deggendorf wurden insgesamt 17 Menschen festgenommen. Dabei gingen Mobiliar und Fensterscheiben zu Bruch.

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Polizei ermittelt nach Einsatz in Asylbewerberunterkunft

Nach einem Polizeieinsatz in einer Außenstelle des Ankerzentrums Deggendorf wird jetzt gegen 17 Asylbewerber ermittelt. Die Beamten waren wegen einer Abschiebung angerückt.

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In einer Asylbewerberunterkunft in Stephansposching bei Deggendorf ist am Mittwoch die versuchte Festnahme eines Mannes aus dem Ruder gelaufen. Bewohner der Unterkunft hätten randaliert, Beamte seien massiv bedrängt worden, berichtet die Polizei. Spezialeinsatzkräfte der Polizei rückten zur Verstärkung an, die Autobahn A92 wurde zeitweise gesperrt. Bei dem Großeinsatz wurden insgesamt 17 Menschen festgenommen. Gegen sie wird jetzt unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt.

Einsatzort war Außenstelle des Ankerzentrums Deggendorf

Eigentlich waren die Beamten wegen eines anderen Asylbewerbers in die Außenstelle des Ankerzentrums Deggendorf gekommen. Den trafen sie aber nicht an. Auslöser für die Krawalle war dann nach Angaben eines Polizeisprechers ein 29-jähriger Nigerianer, der die Beamten angriff. Kurz nachdem er in ein Polizeiauto gesperrt worden war, habe er flüchten können.

Zwischenzeitlich wurden die Beamten von anderen Bewohnern so stark bedrängt, dass sie sich aus "taktischen Gründen" zurückzogen, wie ein Sprecher sagte. Der Flüchtige konnte später mit zwei weiteren Asylbewerbern festgenommen werden.

Polizei forderte Verstärkung an

Da sich nach Polizeiangaben die Bewohner in der Unterkunft zusammenschlossen, verließ auch der Sicherheitsdienst das Gelände. Die Beamten fürchteten dem Sprecher zufolge, dass sich die Gruppe unter anderem mit Messern bewaffnen könnte. Sie forderten deswegen Verstärkung an - darunter auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK). Am Nachmittag betrat dann ein Großaufgebot der Polizei das Gelände und durchsuchte die Räume. Dabei wurden den Angaben zufolge weitere 14 Menschen festgenommen. Die Elite-Polizisten des SEK griffen bei der Aktion nicht ein. Verletzt wurde laut Polizei niemand.

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Ein Großaufgebot der Polizei war am Mittwoch in Stephansposching vor Ort.

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