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Polizei bleibt im Fall Monika Frischholz zuversichtlich | BR24

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Die Polizei setzt weiterhin alles daran, den Fall der verschwundenen Monika Frischholz aus Flossenbürg klären zu können. Die Ermittler planen weitere Grabungen, um sterbliche Überreste des Mädchens zu finden.

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Polizei bleibt im Fall Monika Frischholz zuversichtlich

Die Polizei setzt weiterhin alles daran, den Fall der verschwundenen Monika Frischholz aus Flossenbürg klären zu können. Die Ermittler planen weitere Grabungen, um sterbliche Überreste des Mädchens zu finden.

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Seit den Grabungen Mitte April gab es 33 neue Zeugenhinweise im Fall Monika Froschholz, so ein Polizeisprecher. Insgesamt sind damit seit Dezember rund 80 Zeugenhinweise eingegangen. Die eigens gegründete Ermittlungsgruppe "Froschau" der Kripo Weiden arbeitet sie derzeit ab. Nach dem deutschen Strafrecht verjährt Mord nicht, deshalb setzt die Polizei weiterhin alles daran, den Fall Monika Frischholz aufzuklären. Nach wie vor sind 10.000 Euro ausgesetzt für den entscheidenden Hinweis.

Weitere Grabungen geplant

Ein Polizeisprecher betont, dass mehrere mögliche Ablageorte der Leiche ermittelt worden sind. Bisher fanden zwei Grabungen an einem Waldstück bei Waldkirch in der Gemeinde Georgenberg statt. Sie waren voraussichtlich nicht die letzten. Wo und wann genau weitere Grabungen stattfinden, hänge laut Polizei vom Wetter, aber auch von der Auswertung der neuen Zeugenhinweise ab.

Knochenteile waren von Tieren

Bei den ersten beiden Grabungen waren unter anderem ein verrotteter VW Käfer und sehr kleine Knochenteile gefunden worden. Letztere stammen jedoch von Tieren. Diesen ersten Verdacht der Polizei unmittelbar nach dem Fund haben rechtsmedizinische Untersuchungen nun bestätigt. Der grüne VW Käfer hat ebenfalls nichts mit dem Verschwinden der damals 12-Jährigen zu tun. Die beiden Stellen liegen nur wenige Meter voneinander entfernt.

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Einsatzkräfte bei den Grabungen Mitte April

Am 24. Mai jährt es sich zum 43. Mal, dass die damals 12 Jahre alte Monika Frischholz verschwand. Zuletzt wurde sie 1976 nach einem Spaziergang gesehen, als sie sich von ihren Freundinnen trennte und sich am Ortsausgang von Flossenbürg aufhielt, in der so genannten "Froschau" unweit ihres Elternhauses. Ein Zeuge behauptete damals, gesehen zu haben, wie das Mädchen in ein gelbes Auto eingestiegen und weggefahren sei. Seit Dezember ist sich die Kripo Weiden sicher, dass es sich dabei um eine Verwechslung oder einen Irrtum handelt.

Ermittler gehen von Mord aus

Die Ermittlungsgruppe geht von Mord aus und sucht seitdem nach der Leiche. Ob es auch Hinweise auf einen möglichen Tatverdächtigen gibt, dazu gibt es von der Polizei keine Informationen. Ins Rollen brachte die erneuten Ermittlungen der Hinweis einer Zeugin im vergangenen Jahr. Seitdem arbeitet die Ermittlungsgruppe mit Spezialkräften, neuesten technischen Methoden und einem Profiler daran, den möglichen Mord vor knapp 43 Jahren aufzuklären.