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Mit einer Radfahrer-Kontrollaktion hat die Polizei in Rosenheim auf die vielen Radunfälle aufmerksam gemacht. Rund 80 Prozent der schwerverletzten Radler hätten keinen Helm getragen. Die Beamten appellierten dringend an die Radler, dies zu ändern.

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Polizei appelliert an Radler: Tragt einen Helm!

Mit einer Radfahrer-Kontrollaktion hat die Polizei in Rosenheim auf die vielen Radunfälle aufmerksam gemacht. Rund 80 Prozent der schwerverletzten Radler hätten keinen Helm getragen. Die Beamten appellierten dringend an die Radler, dies zu ändern.

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Von
  • Martin Binder

Vom 1. April bis zum 10. August dieses Jahres hat es im Rosenheimer Stadtgebiet 79 Verkehrsunfälle mit Radlern gegeben, teilte die Polizei mit, eine Frau starb, 80 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Laut Polizeistatistik waren zu 63 Prozent Radler die Hauptverursacher der Unfälle, etwa, weil sie zu schnell oder auf der falschen Fahrbahnseite fuhren oder die Vorfahrt nicht beachtet hatten. Autofahrer waren zu 27 Prozent an Unfällen mit Radlern schuld.

Skifahrer und Radler sollten einen Helm tragen

Auffällig ist, dass ein Großteil der verletzten Radfahrer keinen Helm aufhatte. Das betraf 78 Prozent der schwerverletzten Radfahrer und 75 Prozent der leichter Verletzten. Robert Maurer von der Rosenheimer Polizei verweist deshalb auf eine andere Sportart, in der das schon lange funktioniert: "Wenn Sie auf der Skipiste unterwegs sind, dann werden Sie ganz selten Leute sehen, die keinen Helm tragen. Da ist man schon quasi ein Außenstehender. Und deshalb gilt unser Appell: Bitte Leute, beim Fahrradfahren – auch wenn es keine gesetzliche Vorschrift ist – bittschön, tragt einen Helm!"

Unfälle mit Pedelecs

Keine Rolle in der Rosenheimer Unfallstatistik spielen Pedelecs. Nur bei zweien der 79 Unfälle mit Radlern waren Elektrofahrräder beteiligt. Das liegt nach Einschätzung der Polizei daran, dass in Rosenheim vergleichsweise geringe Strecken mit Fahrrädern zurückgelegt werden und deshalb hauptsächlich das klassische Radl zum Einsatz kommt.

Dennoch weist die Polizei darauf hin, dass die Gefahr, mit einem Pedelec tödlich zu verunglücken, gut dreimal so hoch ist wie mit einem konventionellen Fahrrad. Das ergebe sich aus den Zahlen im gesamten Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

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